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Wolfgang Lieberknecht

Koordinator zur Unterstützung des Vorstandes

Ich heiße Wolfgang Lieberknecht und war in den 90er Jahren einer der Initiatoren von Black&White. Inzwischen bin ich 68 Jahre alt und wohne im nordhessischen Wanfried. Ich habe drei Berufe gelernt, Schriftsetzer, Journalist und Diplom-Ökonom, hatte aber immer eine Berufung gefühlt, Antworten auf die Fragen zu finden, die wir als Jugendliche 1968 aufgeworfen haben: Was können wir tun, damit es nie wieder Krieg und Kriegsleid gibt, das unsere Eltern und Großeltern miterlitten und auch nicht verhindert haben. Was können wir tun, dass es nie mehr mörderische Diktaturen wie den Nationalsozialismus gibt und ihm organisierten Massakern an Minderheiten und Andersdenkenden? Lange beklagte ich nur die Finsternis, die nicht nur Vergangenheit war; der Vietnamkrieg und die europäischen Kriege zur Aufrechterhaltung ihre Kolonialherrschaft in Afrika fanden in meiner Zeit statt. Ebenso wiederholt die „Beinahe-Atomkriege“; 1962 wurde mir das Risiko schon während der Kubakrise deutlich. Das chinesische Sprichwort gab mir Orientierung: Es ist besser ein Licht anzuzünden, als nur die Finsternis zu beklagen. Und auch der italienische Humanist, Antonio Gramsci: Es reicht nicht, das Schlechte zu beklagen, um es zu überwinden zu können, baue etwas Besseres auf. Er erlebte die Niederlage der Demokratie gegen die Faschisten in Italien, gab aber nicht auf: Ich bin Pessimist auf Grund der Analyse der Entwicklungen, aber Optimist, dass wir den politischen Willen in der Gesellschaft schaffen können, die Probleme bewältigen zu können. Diese Einsichten haben mich bestärkt, mich nurmehr über Jahrzehnte im Rahmen der Initiativen Black&White für die afrikanisch-europäische Verständigung zu engagieren. Lange war ich im Vorstand des Vereins engagiert; heute unterstütze ich noch mit voller Kraft als Koordinator die Vorstandsarbeit.

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