Zwischen den Liedern werden aber natürlich auch oft die Lebensstandards in Afrika angesprochen und a

Black&White“ an der K-H-S

Die „Black&White”-Initiative besteht aus Europäern und Afrikanern. Der Großteil sind Deutsche, es gibt aber eine kleine Gruppe von Mitgliedern, die z.B. in Schulen, Kindergärten oder Kirchengemeinden ihr Programm vorstellen. In dieser Gruppe befinden sich mit einer Ausnahme nur Afrikaner, denn diese wissen schließlich selbst am besten, wie die Situation in ihren Heimatländern ist. Die Gruppe „Black&White“ war am 16.02.2010 auch an unserer, der Klaus-Harms-Schule, zu Besuch. Dort beschäftigte sie sich mit dem achten und neunten Jahrgang. Für alle, die dieses Ereignis nicht miterleben konnten, gibt es hier noch einmal die wichtigsten Themen und Programmpunkte.

Die Einführung

Die Aula ist voller Menschen. Man hört das Getuschel der Schüler, die noch nicht genau wissen, was sie heute erwartet. Auf der Bühne stehen einige Trommeln mit bunten Bezügen und ihnen gegenüber nehmen nun sechs außergewöhnlich gekleidete Personen ihren Platz hinter dem Mikrofon ein. Frau Beland, Deutsch- und Musiklehrerin, die diesen Tag organisiert, betritt die Bühne ebenfalls. Langsam wird es ruhiger im Saal, man spürt eine knisternde Spannung.

Als die Lehrerin das Wort ergreift, um die Schüler und die Musikgruppe zu begrüßen, folgen ihr alle sehr interessiert und man merkt, dass „Black&White“ immer noch Spaß an ihrer gemeinnützigen Arbeit haben. Doch viel muss Frau Beland nicht sagen, denn schon stellt sich der einzige Deutsche aus der Gruppe ans Mikrofon und erklärt allgemeine Dinge, wie z.B. wer „Black&White“ sind und in welcher Reihenfolge die Schüler später in ihre Workshops (siehe unten) gehen sollen.

Nachdem alles Wichtige geklärt ist, kann es dann auch endlich losgehen. Und wie es losgeht! Im Kontrast zu den ernsten Themen, die in Verbindung mit „Black&White“ immer wieder angesprochen werden müssen, stellt sich die afrikanische Musik als sehr fröhlich und rhythmisch mitreißend heraus. Bei den meisten Liedern haben die Schüler sogar die Möglichkeit, mitzusingen. So auch gleich bei dem ersten Lied, namens „Jambo“ (dt. Hallo/ Willkommen), das letztendlich bei den Acht- und Neuntklässlern am besten ankommt.

Zwischen den Liedern werden aber natürlich auch oft die Lebensstandards in Afrika angesprochen und auch diese im Vergleich mit denen in Deutschland und grundsätzlich in Europa. Das berührt alle sehr. So können sich die Schüler immer besser in die Lage der Afrikaner hineinversetzen und werden auch offener für die Lieder und Tänze der afrikanischen Kultur. Am Ende stehen sie sogar alle auf der Bühne und tanzen mit, bevor sie dann motiviert in ihre Workshops gehen. Was für eine gelungene Einführung in den Afrikatag an der Klaus-Harms-Schule!

Workshop Trommeln

Großen Spaß haben die Schüler beim Trommeln auf diesen für sie unbekannten Instrumenten. Hierbei studieren sie einen Rhythmus ein, der am Anfang sehr leicht ist, dann immer schwerer wird und zum Schluss richtig professionell klingt.

Wer Lust hat, noch mehr zu trommeln und mal ganz andere Musikinstrumente auszuprobieren, kann gerne zur Samba- AG von Frau Beland kommen, die im Schuljahr 2010/11, hoffentlich mit vielen neuen Mitgliedern, wieder startet!

Workshop Tanzen

Rhythmisch die Hüften zu schwingen, das liegt den Afrikanern oft einfach mehr im Blut als den Europäern. Trotzdem können die deutschen Schüler hier auch einmal zeigen, was sie können. Und obwohl Betreuerin Marina natürlich alles perfekt beherrscht- die lernbereiten Jugendlichen sind sichtlich vergnügt bei der Sache!

Workshop Vortrag

Auch wenn alle an diesem Tag viel Spaß haben, darf man trotzdem den Ernst der Lage nicht vergessen, weswegen „Black&White“ heute gekommen sind. Dies wird im Workshop Vortrag noch einmal besonders deutlich. Dort wird nämlich über die Geschichte der Schwarzen und ihre Erfahrungen mit den Weißen gesprochen. Außerdem werden die Schüler mit vielen erschreckenden Fakten konfrontiert. Hier einige davon:

  1. Jeder 7. Mensch in Afrika ist mangelernährt

  2. 1000 Kinder verhungern dort jeden Tag

  3. Es gibt Kinderarbeit, die hart und oft unbezahlt ist

  4. Weiße sind in Afrika die Ausländer, trotzdem vereinnahmen sie Strände, Restaurants o. ä. für sich

  5. Afrikaner sind sehr stark von der Wirtschaftskrise betroffen, weil in der EU keine Maschinen mehr gebaut werden und somit keine Metalle mehr benötigt werden, dadurch entsteht eine hohe Arbeitslosigkeit

Hört man, unter welchen Umständen die Menschen in anderen Ländern leben müssen, kann man eigentlich nur schockiert sein. Und auch die Dreizehn- bis Fünfzehnjährigen zeigen sich betroffen. Ein Workshop, der nicht zum Lachen ist, dafür aber sehr zum Nachdenken anregt.

Workshop Singen

Die Schüler haben sich auf einen Workshop vorbereitet, der einfach nur Spaß macht und gute Laune bringt. Sie denken, es wird vielleicht so ähnlich wie bei der Einführung in der Pausenhalle. Anfangs ist das auch so. Es werden Lieder gesungen, die einem beim Singen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, und alle machen die Bewegungen mit, die vorgegeben werden. Doch dann wird das Lied „Mama Liye“ (dt. „Danke Mama“) angestimmt und alles wird ganz still. Denn nun erzählt die Betreuerin des Workshops ihre Geschichte. Eine Geschichte, die ihr Schicksal, aber auch das vieler anderer Afrikaner beschreibt…..

http://www.klaus-harms-schule.de/node/44

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