Wir arbeiten daran, mit der St. Maries-School in Ghana ein internationales Schulnetzwerk zu schaffen

Hier der neue Entwurf für eine Konzept, erstellt von den Initiativen Black&White in Ghana und Deutschland:

Welt-Schüler-Parlament – Internationales Schulnetzwerk

Lage: Globalisierte Welt – gespaltene Welt – wir können es überwinden

Wir leben in einer globalisierten Welt, verbrauchen etwa täglich Rohstoffe oder Produkte aus aller Welt und leben von der Ausfuhr in andere Länder. Löhne und Arbeitsbedingungen des einen Landes haben Auswirkungen auf alle anderen Länder. Die Bedrohung des Friedens oder der Umwelt trifft alle und kann nur gemeinsam überwunden werden. Aber wir wissen nach wie vor sehr wenig voneinander, sind kaum in Kontakt, viele Vorurteile und Ängste bestimmen noch unsere Sicht auf die Anderen. Egozentrische Führer können das immer noch nutzen, um Menschen verschiedener Ethnien, Religionen oder Staaten, die ihnen glauben, für ihre egoistischen Interessen in Gewalt und Krieg zu führen. Kontakte können da eine Gegenkraft sein. Aber wir  haben noch kaum Kontakte und Freundschaften über Grenzen hinweg, lernen noch kaum von- und miteinander und suchen noch kaum nach gemeinsamen Lösungen für unsere gemeinsamen Probleme. Aber Frieden und die Sicherung der Umwelt oder der sozialen Sicherheit werden uns nicht geschenkt, sondern wir brauchen gerade in der heutigen globalisierten Welt einander, um sie uns schaffen zu können. Und in verschiedenen Ländern und Kulturen gibt es Sachen, die die einen besser regeln und andere, die die anderen besser organisieren. Wir können sie vergleichen und voneinander viel lernen. Fremdsprachenkenntnisse und Internet geben uns heute besser Möglichkeiten dazu als es die Menschheit je zuvor hatte.

Vision des Welt-Schüler-Parlaments

Das Internationale Schulnetzwerk „Welt-Schüler-Parlament“ soll Schüler, Lehrer und Schulen weltweit in Kontakt bringen. Schüler aus verschiedenen Ländern, mit verschiedenen Religionen, mit unterschiedlicher Hautfarbe, aus reichen und armen Regionen können sich so kennenlernen und mehr übereinander wissen. Dieser Kontakt ermöglicht es, Vorurteile zu überwinden, auch unterschiedliche Sichtweisen zu besprechen und über kulturelle Grenzen hinweg Freundschaften zu schließen.  Die Schüler können durch die persönliche Begegnung ein Gefühl bekommen, dass wir alle zu der „einen menschlichen Familie“ gehören, von der die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte spricht.

Das Welt-Schüler-Parlament wirft die gemeinsamen Fragen auf, die sich den Schüler persönlich und ihren Familien, aber auch ihren Ländern und der Welt heute stellen, wenn auch in unterschiedlichem Maß! Das Netzwerk will die Schüler dafür interessieren, sich um diese Probleme zu kümmern und als verantwortungsbewusste Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten an ihrer Beantwortung mitzuarbeiten.

Das Netzwerk unterstützt die Schüler dabei, sich theoretische Werkzeuge anzueigenen, mit denen sie an der Beantwortung der Fragen arbeiten zu können. Im Netzwerk tauschen sie ihr Wissen, Informationen und Meinungen dazu aus. Sie tauschen Erfahrungen aus, wie sie aktiv Einfluss nehmen können, in unseren Gesellschaften,  Ländern, über die Grenzen hinaus und auch global?

Das gemeinsame Ziel dabei ist es Antworten auf die globalen Fragen im Geiste der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu finden und so zu ihrer Umsetzung beizutragen.

Schüler, Klassen und Schulen stellen im Schulnetzwerk Probleme vor, für das sie eine neue Regelung oder eine neue Initiative haben wollen. Daran schließt sich eine Anhörung an, bei der Material zum Thema zusammengetragen wird (von Schülern, Lehrern und auch von Experten). Die Schüler erarbeiten dann Gesetzesvorschläge oder Regierungsaufträge, die sie im (lokalen, schulischen, nationalen oder kontinentalen oder globalen  Schülerparlament – persönlich oder über Internet einbringen. Dort werden sie diskutiert und dann über Internet abgestimmt. Danach kann man die Vorschläge über Petitionen tatsächlich in die Parlamente einbringen oder die politischen Vertreter der Region zu einer Diskussion dazu einladen, um sie vielleicht auch zu bewegen, eine Initiative im Parlament zu starten.

Das sind die übergreifenden Fragen, zu denen das Netzwerk Gesetze erarbeiten will:

1.)       Wie können wir die wachsende Arbeits- und Perspektivlosigkeit vor allem junger Menschen überwinden und soziale Sicherheit schaffen? Wie kann die Wirtschaft so verändert werden, dass alle von ihrer Entwicklung gleichmäßig profitieren?

2.)      Wie können wir unsere Lebens- und Wirtschaftsweise so ändern, dass wir unseren Planeten und Lebensräume nicht mehr übernutzen und sogar zerstören?

3.)      Wie können wir Gewalt und Krieg überwinden, in unseren Ländern und Gesellschaften und zwischen unseren Staaten?  Wie können wir eine Kultur und internationalen Ordnung schaffen, die Konflikte nur noch mit friedlichen Mitteln löst und Krieg und Gewalt verbannt und die Gelder statt für Waffen für die Verbesserung des Leben verwenden kann?

4.)      Wie können wir erreichen, dass wir uns am demokratischen Prozess unserer Länder und auch international gleichberechtigt beteiligen können und die Entscheidungen beeinflussen können, die unser Leben betreffen?

5.)      Wie weit sind wir bei dem von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geforderten Aufbau einer sozialen und internationalen Ordnung gekommen, die menschenwürdiges Leben für alle garantiert? Ist die Menschenrechtserklärung eine gute Grundlage dafür? Wie können Kräfte entstehen, sie zu verwirklichen?

Das Netzwerk soll helfen, die Schüler, Lehrer und Schulen fit zu machen, sich den Herausforderungen unserer Gesellschaften zu stellen. Es kann aber auch direkt etwas bewirken: Schüler, Lehrer und Schulen aus dem reicheren Teil der Welt oder der Gesellschaft können Schüler, Lehrer und Eltern aus dem ärmeren Teil direkt unterstützen und so etwas zur Überwindung von Armut beitragen. Sie können etwa mit dazu beitragen, allen die Möglichkeiten schaffen, durch Internetzugang etwa am internationalen Austausch und im Schulnetzwerk teilzunehmen,  aber auch bei Notsituationen zu unterstützen. Und das Netzwerk kann mit den von ihm erarbeiteten Gesetzesvorlagen und Initiativen auf die öffentliche Meinung einwirken und vielleicht auch auf politische Beschlüsse der Parlamente hinzuwirken.

Arbeitsweise:

Das Schulnetzwerk besteht aus Schulen, die Mitglied werden wollen und den Büros der Vereine Black&White, die die Schulen unterstützen und das Netzwerk koordinieren. Schulen, die Mitglied werden wollen, bilden an ihrer Schulen eine Arbeitsgemeinschaft, erstellen ein Vorstellungsvideo über Schule, Klasse, Stadt und Land (ca. 15 Minuten), das auf dem youtube-Kanal des Schulnetzwerkes veröffentlicht wird; und oder auch einen Bericht mit Bildern, der auf der Homepage des Netzwerkes eingestellt wird. Das Video sollte in der Heimatsprache erstellt werden, aber auch in Englisch und anderen Sprachen, wenn man zu Schulen mit anderen Sprachen Kontakt haben möchte. Wenn dann Schulen und Klassen eine Partnerschaft (vielleicht auch nur für ein Projekt oder einen Zeitraum vereinbaren) und beschäftigen sich mit dem Land, zu dem sie Kontakt haben wollen.  Wir werden Material dazu in Englisch und Deutsch ins Internet stellen. Die Schulen unterstützen sich gegenseitig, Internetkapazitäten zu schaffen, um auf das Material zugreifen zu können und auch etwa über Skype in direkte Kontakt zu kommen mit Schulen in anderen Ländern.

Wir bieten weiter Themen für Schulen und Klassen im Schulnetzwerk und für alle Interessierten darüber hinaus, um sich gemeinsam ein Verständnis der Probleme und Lösungen zu erarbeiten. Auch darüber können Schulen in Kontakt kommen, um gemeinsam dazu zu diskutieren oder auch Vorschläge an die Politik und Gesellschaft zu erarbeiten. Themen können etwa sein: Wie können wir den Hunger weltweit überwinden? Wie  können wir den Klimawandel stoppen? Wie kann es Arbeitsplätze für Jugendliche geben? Wie können wir dafür sorgen, dass die Gelder nicht mehr in die Rüstung gesteckt werden, sondern in die Überwindung der sozialen Unsicherheit und Armut! Wir werden dazu ebenfalls  Material ins Internet stellen, mit dem die Klassen und Schulen arbeiten können. Diese Arbeit übernehmen die Black&White Büros – mit Unterstützung interessierter Lehrer, Schüler und Wissenschaftler und engagierter Bürger.

Umsetzung

a) Schritte in 2013

Wir informieren Schulen über das Netzwerk und wecken Interesse und unterstützen Schulen (und Klassen) dabei, ein Video zu erstellen, um sich auf dem Youtube Kanal des Schulnetzwerkes zu präsentieren und ihre Interessen an einer Partnerschaft zu bekunden.

Wir bringen die ersten Klassen und Schulen in Kontakt und machen mit ihnen die ersten Erfahrungen bei der Umsetzung des Konzepts und dem Aufbau des Netzwerkes.

Wir organisieren einen Workshop für die Interessierten am Aufbau des Netzwerkes im August/September in Deutschland, um sich kennenzulernen, sich zu bilden, gemeinsam zu planen und eine Internationale Struktur für die künftige Arbeit zu schaffen. Wir wollen dazu Vertreter aus Afrika einladen, vor allem aber sollen in Deutschland (und ev. auch anderen europäischen Ländern) Interessierte daran teilnehmen.

Wir bauen in Sunyani (Ghana) und Wanfried (Deutschland) Büros auf, die für das Netzwerk werben und Interessierte zusammenbringen, die Schulen unterstützen, die in Kontakt kommen wollen. Die Büros starten mit der Nachrichten und Bildungsarbeit. Sie werden getragen von den beiden Black&White-Vereinen. In anderen Ländern können Interessierte ebenfalls Vereine bilden und so den Aufbau des Schulnetzwerkes in ihren Ländern anstoßen und sich daran beteiligen.

b) Schritte in 2014

Wir organisieren einen Workshop in Ghana und werten die Erfahrungen aus, die wir bis dahin gemacht haben, bei ihm können vor allem Vertreter aus Afrika teilnehmen.

Eventuell Einrichtung weiterer Büros in anderen Ländern.

Vorschlag der Initiativen Black&White Ghana und Initiative Black&White in Deutschland

Kontakt: Initiative Black&White, Tel: 05655-924981, mobil: 0171-9132149, email: b.u.w@gmx.net

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