“Was man kennt, lehnt man nicht ab” – „Hakuna Matata“ – kaum einem sind diese Wort

“Was man kennt, lehnt man nicht ab”


Eisenhüttenstadt (moz) „Hakuna Matata“ – kaum einem sind diese Worte aus dem bekannten Disney-Klassiker „König der Löwen“ nicht bekannt. Die Kinder der Goethe-Grundschule kamen am Kindertag in den Genuss, das Lied in „Originalversion“ mit einer afrikanischen Musikgruppe einzustudieren.



Lebensfreude: Marina Konan von der Elfenbeinküste vermittelt den Kindern der Grundschule Johann-Wolfgang-von Goethe kulturelles Leben aus Afrika. © MOZ/Gerrit Freitag


Der Gesangworkshop war nur einer von vielen, der im Zuge der drei Projekttage rund um das Thema Afrika angeboten wurde. Unter dem Titel „Eine Welt in der Schule“ haben die Kinder gelernt, wo die heiß geliebte Schokolade herkommt, welche Tiere da leben und auch, dass es insgesamt 2000 verschiedene afrikanische Sprachen gibt und warum es vielen Menschen dort nicht so gut geht wie uns.

Auf die Beine gestellt wurde das Ganze von Konrektorin Sabine Grimm. Als Lehrerin für den Gesellschaftsunterricht hat sie schon viele Fortbildungen zum Thema besucht. Von diesem Projekt – entwickelt in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen – war sie sofort hellauf begeistert: „Die Kinder sollen diese fremde Kultur kennenlernen. Was man kennt, lehnt man nicht so schnell ab. Wir wollen ihnen vermitteln, dass wir alle in einer Welt leben.“

Sabine Grimm ist auch erstaunt, wie schnell die Kinder die komplexen Zusammenhänge begreifen. „Da sind schon richtig interessante Diskussionen zwischen den Schülern auf dem Hof entstanden, das hätte ich nicht gedacht.“

In den ersten beiden Projekttagen haben sich die Kinder vor allem mit der Lebenssituation der afrikanischen Bewohner befasst. Wirtschaft, Geschichte, die spannende Tierwelt – all das wurde in verschiedenen Kursen und Arbeitsgruppen besprochen.

Das Highlight war aber der Kindertag. Die afrikanische Musikgruppe von der „Initiative Black & White“ kam in die Goethe-Grundschule, um den Kindern Musik und Kultur ihres Kontinents zu vermitteln. Es wurde getanzt, gesungen und getrommelt – immer begleitet von ausführlichen Erklärungen.

„Ohne die finanzielle Unterstützung der Eltern, der Sparkasse und der Firma VEO hätte das Projekt nicht stattfinden können“, erzählt Frau Grimm. „Dafür danken wir sehr.“ Auch das Essen wurde spendiert. Es gab – in drei Gängen serviert – Couscous, afrikanische Früchte und eine Chakalaka-Suppe. Chakalaka ist eine afrikanisches Würzsoße, die unter anderem mit Tomaten, Möhren, Bohnen und Weißkohl serviert wird. Und wieder hatten die Kinder etwas dazugelernt.

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