Tod des Botschafters in einer für Menschen unsichersten und rohstoffreichsten Weltregionen

Auch einen Tag nach dem Tod des italienischen Botschafters in der Demokratischen Republik Kongo, Luca Attanasio, und zweier weiterer Personen bei einer Schießerei im Virunga-Nationalpark sind die Hintergründe noch nicht genau geklärt.

Die Regierung in Kinshasa macht eine örtliche Rebellengruppe, die Forces Démocratiques de Libération du Rwanda (FDLR), für den Angriff verantwortlich. Diese weist die Vorwürfe aber zurück. Tatsächlich gibt es zahlreiche weitere Verdächtige, von Anhängern der Terrorgruppe "Islamischer Staat" bis zu unzähligen weiteren kleinen Milizen und kriminellen Gruppen, die in der 1.500 Kilometer von der Hauptstadt entfernten Konfliktregion im Ostkongo aktiv sind.

Denkbar ist auch, dass es sich um den fehlgeschlagenen Versuch einer Geiselnahme und Lösegelderpressung durch eine der anderen rund 120 Milizengruppen in der Region gehandelt hat. Italienische Medien machen zudem darauf aufmerksam, dass sich im Ostkongo zunehmend Gruppen formieren, die dem IS nahestehen. Auch von diesen gibt es allerdings kein Bekenntnis zur Tat. Die Regierung des Kongo kündigte weitere Ermittlungen an. Die Aufklärungsquote ähnlicher Angriffe in den vergangenen Jahren ist allerdings gering.

Zahlreiche Verdächtige nach tödlichem Angriff auf Italiens Botschafter im Kongo - Demokratische Republik Kongo - derStandard.at › International


1978–2021

Italiens Botschafter Luca Attanasio bei Angriff im Kongo getötet

Der 43-Jährige reiste in einem Konvoi der Vereinten Nationen durch den Osten des Landes

Der italienische Botschafter in der Demokratischen Republik Kongo, Luca Attanasio, wurde im Osten des Landes getötet. Der 43-Jährige war am Montag in einem Konvoi der Vereinten Nationen unterwegs, als dieser angegriffen wurde. Das italienische Außenministerium bestätigte den Vorfall, demnach wurden dabei auch ein italienischer Militärpolizist und der kongolesische Fahrer getötet.

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