So klingt Afrika: Die Heidegrundschüler haben sich auf der Djembé nach Ghana getrommelt

So klingt Afrika

Heidegrundschüler proben für Preisverleihung / Daniel Sarpong fordert echtes Lächeln

SPREMBERG Die Heidegrundschüler haben sich auf der Djembé nach Ghana getrommelt, afrikanisch getanzt und gesungen. Am Mittwoch zeichnet der Verein „kinderwelten“ die Schule fürs Projekt „Partnerschule in Mosambik“ aus.



Vorsichtig nehmen die Kinder die bunten Mützen von den Handtrommeln. Der 39-jährige Daniel Sarpong aus Ghana hat die mehr als 35 Dritt- und Viertklässler gut im Blick. Flink korrigiert er den leicht schrägen Sitz der Trommel zwischen den Knien und zeigt den Schlag der Hand auf die Ziegenhaut. Nach fünf Minuten kennen Tom, Leonie, Luca und ihre Klassenkameraden die drei Grundschläge »bass«, »tone« und »slap«. Dann geht es ums Lächeln. Denn lächeln muss der Trommler. Es dürfe kein aufgesetztes Grinsen sein. »Das ganze Gesicht muss lächeln«, sagt Daniel Sarpong und strahlt locker trommelnd in die Runde. Die Mädchen haben den Rhythmus am besten drauf. Für Lucy holt Daniel Sarpong ein Bonbon aus der Tasche.

Daniel Sarpong erklärt den Schülern, wie die Handtrommel in Ghana hergestellt wird.


Wie viel Geld die Schule bekommen wird, will Ina Wittmann, die für »kinderwelten« die Preisverleihung organisiert, vorab nicht verraten. »Das soll eine Überraschung werden«, sagt sie. Schulleiterin Renate Richard weiß, dass es mehr sein wird als die 250 Euro, die die Heidegrundschule im Vorjahr als »Trostpreis« bekam: »Schon über die 250 Euro haben wir uns sehr gefreut und es für Mosambik gespendet.« Die Schulsozialarbeiterin hatte den Wettbewerb, hinter dem neben »kinderwelten« auch der Impfstoffhersteller Sanofi Pasteur MSD steht, für die Heidegrundschule im Internet entdeckt. Und das Schulprojekt der Gruppe Black & White um Wolfgang Lieberknecht hilft, dass die Kinder zur Preisverleihung afrikanische Lieder, Tänze und Trommelwirbel zeigen können und Mosambik und dem Kontinent Afrika noch ein Stück näher kommen.

Im Jahr 1996 hatten die Kinder der damaligen Grundschule Sellessen erstmals Adventsgestecke gebastelt, um sie verkaufen und mit dem Geld Waldtraut Spill und dem von ihr gegründeten Verein Projektarbeit Mosambik unterstützen zu können. Seit dem beobachten sie den Aufbau der Schule nahe Beira beim Wachsen. Briefe, Spielzeug, Berichte mit Fotos und Filmen erreichten die Schüler. Sogar Lehrer und Kinder aus ihrer Partnerschule begrüßten sie schon.

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