Schultoilette in Ghana feierlich übergeben- Bildervortrag vom Fest: Nach Schulprojekttagen mit der G

Powerpointvortrag zum Schulprojekt: Eine Schultoilette für die Schule in Kobedi in

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Rede zur Eröffnung, verteilt bei der Übergabe von den Mitliedern der Initiative Black&White Ghana und auszugsweise vorgetragen vom Sprecher des Vereins, Kingsley Oduro.

1948 beschlossen die Staaten mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Nach dem großen Morden im Zweiten Weltkrieg im Ringen und die Vorherrschaft auf der Erde, versprachen die Staaten künftig auf Zusammenarbeit, statt auf Krieg zu setzen: Gemeinsam beschlossen sie dafür zu sorgen, dass alle Menschen menschenwürdig leben können, ein Recht auf Bildung haben, auf  Ernährungssicherheit, auf Arbeit  und Schuldbildung und Selbstbestimmung.

Und heute, 70 Jahre danach: Die Maßnahmen des  ghanaischen Staates und der internationalen Gemeinschaft schafften bisher nicht einmal, den Schülern dieser Schule die Möglichkeit zu sichern während der  Unterrichtszeit auf eine Toilette gehen zu können.

Und dies in einem Land, das großen Reichtum an Rohstoffen, wie Gold und Bauxit, hat und dessen Bauern die zweitgrößten Produzenten der Welt von Kakaobohnen sind.

Was läuft falsch? Warum kommt dieser Reichtum bei dem meisten Menschen nicht an? Warum kann der ghanaische Staat den Schülern nicht einmal in den Schulen eine Toilette sichern?

Und: Können wir selbst etwas tun, um das zu ändern?

In Ghana wie in der ganzen Welt gibt es viel Reichtum, aber er ist immer ungleicher verteilt. Der Unterschied zwischen Reich und Arm wird in Ghana wie in der ganzen Welt immer größer. Dieser Reichtum wird vor allem von den Arbeitenden Menschen geschaffen. Aber die Vermögenden organisieren die Wirtschaft, und sie organisieren sie vor allem dafür sich, für die Vergrößerung  ihres Vermögens. Wir schaffen es bisher nicht, sie für unsere Bedürfnisse zu organisieren.

Kwame Nkruma hat uns gezeigt, dass man die Ausbeutung  nicht hinnehmen muss, dass man sie beenden kann. Er setzte nicht auf die Versprechen der Kolonialmacht Großbritanniens,  dass sie die Lebensbedingungen der Ghanaer schon verbessern werden, wenn sie weiter Ghana regieren. Er kannte aus seinen Aufenthalten in Großbritannien die  Kräfte, die wirklich in diesem Land das Sagen haben: Die Vermögenden, die aus Investitionen in den Rohstoffsektor und die Landwirtschaf  Ghanas und durch den Verkauf ihrer Industrieprodukte in Ghana ihre Gewinne ziehen und das nicht verlieren wollen.

Die Ghanaer schlossen sich für seinen Vorschlag zusammen, die politische Unabhängigkeit durchzusetzen. Aber bald lernte Ghana: Die politische Unabhängigkeit reicht nicht. Die in der Kolonialzeit geschaffene Weltwirtschaftsordnung gibt den ehemaligen Kolonien keine Chance auf gleichberechtigte Entwicklung. Er nannte das System den Neokolonialismus. Ghana suchte den Zusammenschluss mit den anderen früheren Kolonien, um gegen die früheren Kolonialmächte eine  Neuordnung der Weltwirtschaft durchzusetzen. Doch die Sicherung gleicher wirtschaftlicher Chancen für die Menschen in den früheren Kolonien lehnte die Industriestaaten kategorisch ab.

Die Menschen in Afrika dürfen sich nicht täuschen lassen: In den Industrieländern herrschen heute die gleichen Kräfte wie in der Zeit des Sklavenhandels und der Kolonialzeit: Die Vermögensbesitzer und besonders die reichsten unter ihnen und ihnen geht es immer noch nicht um Menschlichkeit, sondern die Durchsetzung ihrer Interessen.

Aber ist es in Ghana anders? Wächst nicht auch hier der Reichtum? Nutzen nicht auch hier Menschen ihre Positionen aus, um nur ihren Reichtum zu vermehren? Wie etwa die Leute von früheren Kakaoboard,

In Europa haben die arbeitenden Menschen Rechte nur durchgesetzt durch ihren Zusammenschluss gegen die Vermögenden. Da sie aber in wirtschaftlich und politisch starken Ländern leben, profitieren  auch die ärmeren Menschen mit von der Ausbeutung der armen Länder, auch wenn das nur einer Minderheit von ihnen bewusst ist.

In Afrika werden wir die Menschen ihre Rechte nur durch ihren Zusammenschluss durchsetzen können im  Konflikt mit den Vermögenden in Ghana  und mit den Ländern, die bisher von den Rohstoffen und Absatzmärkten in Ghana profitieren. Unsere Menschenrechte werden uns nicht geschenkt, nur weil sie auf dem Papier stehen.

Wir werden in erster Linie auf unseren Zusammenschluss in Ghana bauen müssen: Nur wir selbst können ein gerechtes Ghana aufbauen, nur wir selbst als Bürgerinnen und Bürger können die Antworten finden, wie wir das schaffen können.

Täglich verlassen junge Ghanaer das Land und sehen eine Zukunft nur in Europa. Viele von ihnen verlieren ihr Leben in der Sahara, im Libyen, dessen Staat die Natostaaten zerstört haben, weil er sich für ein einige Afrika eingesetzt hat  oder im Mittelmeer.

Wir wollen nicht mehr, dass Familien um diese Kinder trauern müssen. Wir brauchen Perspektiven in Ghana, wir brauchen Menschen, die sich dafür politisch einmischen in Ghana und in der Welt.

So eine Kraft aufzubauen, kostet viel Kraft und Zeit: Die Vermögenden können Journalisten und Wissenschaftler und Politiker  bezahlen, die in ihrem –Sinne schreiben, uns überzeugen, dass das die beste der Welten ist oder es keine anderen Chancen gibt. Wir haben nicht die Macht des Geldes aber unserer Zahl. Die aber kann nur wirksam werden, wenn wir die Gründe für die Misere kennen. Wenn wir selbst Vorschläge entwickeln, wie Wirtschaft und Politik anders organisiert werden kann und wie wir das durchsetzen können.  Dazu braucht es viele Menschen, die ihre Energie für diese Ziele einbringen.

Es gibt in den Industrieländern wie Deutschland auch Menschen, die um die schwierigen Lebensbedingungen in Ländern wie Ghana wissen und die das schmerzt. Ander merken durch das Kommen der Flüchtlinge erstmals, dass etwas in der Welt nicht stimmen muss.

Eine Frau aus aus unserer Region engagiert sich mit Deutschen, die sich für die Durchsetzung der  Menschenrechte weltweit einsetzen. Sie ist jetzt die Vorsitzende des Gemeinnützigen Vereins, der Initiative Black&White in Deutschlland. Sie geht mit Musikern aus anderen afrikanischen Ländern in deutsche Schulen und berichtet über das Leben in Ghana und die Unterschiede zum Leben in Deutschland: Etwa dass in Deutschland für 10.000 Menschen  39 Ärzte da sind, in Ghana nur einer. Oder dass die Menschen in Deutschland im Durchschnitt 32mal so viel im Monat verdienen wie in Menschen Ghana, obwohl sie ohne die Rohstoffe als Ländern wir Ghana viele Produkte gar nicht herstellen könnten.

Bei diesen Schulprojekttagen  hat sie die Bitte des Schulleiters dieser Schule um Unterstützung für den Bau einer Schultoilette bekanntgemacht: In Deutschland ist ein solcher Zustand, eine Schule ohne Toilette unvorstellbar. –In mehreren Schulen haben die Schulen nachdem sie von dem Notstand hier gehört haben Spendenaktionen organisiert. Dank dieser Aktionen steht jetzt hier die Toilette. Es gibt also Menschen in den Industrieländer, mit denen wir zusammenarbeiten können bei der Durchsetzung von Menschenrechten in der ganzen Welt. Aber wir dürfen nie vergessen, sie sind zumindest bis heute noch in der Minderheit und bestimmen nicht die Politik ihrer Länder.

Die Ghanaer werden selbst ihre Land aufbauen müssen und verhindern, dass Ghanas Reichtum weiter zuerst für gutes Leben in Europa, den USA oder China genutzt wird. Aber die Bildung, die Fremdsprachenkenntnisse und das Internet geben den Menschen, die für eine friedliche und gerechte Welt eintreten, heute mehr Chancen, als sie die Menschen der Welt je hatten, dafür zusammenzuarbeiten. Diese Toilette ist ein kleines Zeichen dafür, dass das gelingen kann.

Als nächsten Schritte wollen wir die beiden Black&White-Vereine in Ghana und Deutschland  jetzt ein LernNetzwerk von Schulen in beiden Ländern aufbauen, um gemeinsam dazu beizutragen, Fluchtursachen dadurch zu beseitigen, dass für alle menschenwürdige Lebensbedingungen geschaffen werden. Lehrer aus dieser –Region werden sich mit Menschen, die im Thema drin sind aus Deutschland treffen, um gemeinsam zu lernen, was die Schüler lernen sollten, um durch ihr politisches Engagement dazu beizutragen, dass Ghana zu einem Land wird, in dem sie eine gute Zukunft haben können. Wir bitten die Politiker, die Chiefs und Vertreter der Bauern und alle anderen, die Initiative Black&White beim Aufbau dieses LernNetzwerk zu unterstützen.  In der ersten Phase wollen wir  ermitteln: Warum fliehen Menschen aus Ghana, warum sehen sie keine Zukunft für sich in Ghana? Und welche Vorschläge haben die Menschen für die Änderung der Politik in Ghana und für die Politik der Industrieländer.

Wir laden Euch ein. Mit uns zusammen in diesem Sinne aktiv zu werden.

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