Projekttag „Afrika“ an St. Kaspar Schule ohne Rassismus – Gymnasium St. Kasparstaatl. anerka

Projekttag „Afrika“ an St. Kaspar

Schule ohne Rassismus

In diesem Jahr konnten die 223 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 nach den Herbstferien eine andere Art von Unterricht erleben. Zu Gast war die Gruppe „Initiative Black and White“ , die es verstand, mit afrikanischer Musik und vielfältigen Informationen die ostwestfälischen Gymnasiasten in ihren Bann zu ziehen. Gemeinsam wurde gesungen, getanzt, getrommelt und diskutiert.

Die Gruppe „Black & White“ besteht aus vier Afrikanern, allesamt Kriegsflüchtlinge, die seit einigen Jahren in Deutschland leben und in der Gruppe ihre Arbeit als Musiker und Musikerinnen gefunden haben: Elisabeth und Marina von der Elfenbeinküste, Daniel aus Ghana und Gabriel aus dem Kongo. Unter der Leitung ihres Gründers Wolfgang Lieberknecht setzt sich die Gruppe für afrikanisch-europäische und internationale Verständigung ein. Ziel der Gruppe ist es, einerseits Berührungsängste abzubauen, andererseits aber auch umfassende Informationen über das Leben in Afrika zu geben. So treten die Mitglieder der Initiative mit einem Musik- und Informations-programm seit mehreren Jahren im ganzen Bundesgebiet in verschiedensten Schulen oder auch Pfarrgemeinden oder auf sonstigen Veranstaltungen auf. Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler mit einem „Jambo! Hakuna Matata?“, das in Suaheli soviel heißt wie „Hallo! Wie geht es euch?“ Gleich hier wurden alle zum Mitmachen animiert, zum Mitsingen und zum Mitmachen durch verschiedene Bewegungen. Zunächst war es für alle noch etwas ungewohnt, nicht nur zu singen, sondern auch beim Singen zu tanzen. Nach und nach verschwand aber die Scheu vor diesen ungewöhnlichen Aktionen. So konnten alle recht schnell die eingängigen Melodien und die kurzen afrikanischen Texte mitsingen. In einem umfassenden Vortrag beschrieb Wolfgang Lieberknecht das Leben auf dem afrikansichen Kontinent mit seinen schönen, aber auch mit seinen problematischen Seiten. Er machte deutlich, dass es die Aufgabe aller Menschen ist, sich für eine gerechte Welt ohne Hunger und Armut, Krieg und Gewalt einzusetzen, für eine Welt, in der es Bildung, Arbeit, Trinkwasser und medizinische Versorgung für alle Menschen gibt, für eine Welt mit gleichen Rechten für Frauen und Männer, Menschen aller Hautfarben, Religonen, Nationen und Völkern. Nach dem Vortrag ging es dann in die einzelnen Workshops. Über 50 afrikanische Trommeln ertönten in rhythmischem Gleichschlag. Beeindruckend war auch die enorme Geschwindigkeit, mit der der Trommler Daniel auf seiner Djemba spielte. Die deutschen Schülerinnen und Schüler machten es ihm konzentriert nach. Die schwungvollen Tänze waren für manch einen eine gewisse Herausforderung, waren doch der Hüftschwung und die geschmeidigen, weichen Körperbewegungen für uns Deutsche eher ungewöhnlich. Mit „Jambo, jambo“ hatte die Veranstaltung angefangen und sie endete auch mit diesem Lied, von allen getanzt und gesungen. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein ,dass das Lied an unserer Schule gesungen wurde. Dieser außergewöhnliche Tag wird den Schülerinnen und Schülern sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Unsere Schule trägt den Titel „Schule ohne Rassismus“ – dieser Tag hat dazu beigetragen, diese Idee lebendig werden zu lassen.

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