Notruf verhallt: 40 Tote bei Untergang von Flüchtlingsboot vor Marokko. Fluchtursachen beseitigen???

Mehr als 4.000 Menschen sind bei der Überfahrt gestorben oder werden seither vermisst. Die meisten Leichen der Ertrunkenen werden nie gefunden. Das anhaltende Sterben zeigt: Bei der Beseitigung der Fluchtursachen sind die Staaten nicht vorangekommen. Auf Anregungen aus der Zivilgesellschaft und im Auftrag der Bundesregierung hatte eine Kommission die Fluchtursachen erarbeitet. Ihr Bericht ist kaum bekannt. Es gibt trotz der immer neuen Todesnachrichten keine breite politische Debatte, wie die Vorschläge der Kommission umgesetzt werden. Von der Initiative Black and White wollen den Bericht bekanntmachen und seine Umsetzung einfordern. Wenn Du das mitmachen willst, melde Dich: Wir sollten nicht mehr zusehen, wie immer Menschen ihr Leben verlieren. Hier findet Ihr den Link zum Bericht. Unsere Email: info@initiative-blackandwhite.org


Unter den 43 Toten befinden sich auch drei Babys und 14 Frauen. Die Menschen wollten über den Atlantik die Kanaren erreichen. Ihr Notruf verhallte

Madrid/Rabat – Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der Küste Marokkos sind mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Unter den 43 Toten seien drei Babys und 14 Frauen, erklärte die spanische Organisation Caminando Fronteras, die die Fluchtroute zwischen Marokko und den Kanarischen Inseln überwacht, am Montag. Die meisten Opfer stammten demnach aus südafrikanischen Ländern und wollten über den Atlantik die Kanaren erreichen.

Notruf abgesetzt

Die Überlebenden hätten um vier Uhr in der Früh einen ersten Notruf abgesetzt, sagte ein Sprecher von Caminando Fronteras. Es habe Stunden gedauert, bis marokkanische Rettungskräfte das Boot gefunden und geborgen hätten. Von den marokkanischen Behörden gab es zunächst keine Informationen zu dem Schiffsunglück.

Nach Angaben des spanischen Innenministeriums haben im Jahr 2021 mehr als 373.000 Menschen Spanien über den Seeweg erreicht. Nach Angaben von Caminando Fronteras sind mehr als 4.000 Menschen bei der Überfahrt gestorben oder werden seither vermisst. Die meisten Leichen werden demnach nie gefunden.

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Der Bericht Fluchtursachen und die möglichen Aktivitäten über die Seite der Internationalen FriedensFabrik Wanfried, IFFW:

Fluchtursachen mindern: Krisen vorbeugen, Perspektiven schaffen, Menschen schützen (internationale-friedensfabrik-wanfried.org)

weitere Berichte: Friedens-Blog | IFFW (internationale-friedensfabrik-wanfried.org)




NIEMAND FLIEHT FREIWILLIG

Völkerrechtlich ist nur derjenige ein Flüchtling, der sein Land aus "Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, seiner Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung" verlässt. (Art. 1 der Flüchtlingskonvention)

Gründe für eine Flucht können jedoch sehr unterschiedlich sein. Meist sind es Krieg und Gewalt, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Immer dabei ist die Angst um das eigene Leben, um das Leben und das Wohlergehen der Kinder, der Familie oder von Freunden.

Fluchtursachen: Darum flüchten Menschen weltweit (uno-fluechtlingshilfe.de)



Fachkommision Fluchtursachen: Startseite V2 (fachkommission-fluchtursachen.de)
















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