Nach neuen Hirak-Demonstrationen: Algeriens Präsident löst Parlament auf und kündigt Neuwahlen an

Algier – Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune hat die Auflösung des Parlaments und eine vorgezogene Wahl angekündigt. Zudem solle innerhalb von 48 Stunden das Kabinett umgebildet werden, sagte der Staatschef am Donnerstagabend in einer TV-Ansprache. Ein "grundlegender Wandel" müsse zu Institutionen führen, an denen es keine Zweifel gebe. Die nächste Wahl solle frei von Korruption sein. . In den vergangenen Tagen hatte der Druck auf die Regierung wieder zugenommen. Bei einem Protest im Norden des Landes forderten Demonstranten ein demokratisches Algerien und den Sturz des "Regimes". In Sprechchören wandten sie sich gegen Korruption. Tebboune war im Dezember 2019 zum Staatschef gewählt worden, die Protestbewegung sieht ihn jedoch als Teil alter Seilschaften. (APA, 19.2.2021)

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Erste "Hirak"-Aktivisten in Algerien freigelassen

Präsident Abdelmadjid Tebboune hat am Donnerstag nach Protesten Neuwahlen angekündigt und am Freitag ein Dutzend Aktivisten freigelassen

Hirak" war am 22. Februar vor zwei Jahren entstanden und trug zum Sturz des damaligen Langzeitstaatschefs Abdelaziz Bouteflika bei. Die Protestbewegung setzte sich auch danach fort, sie fordert eine völlige Neuordnung des seit der Unabhängigkeit Algeriens 1962 bestehenden politischen Systems. Auch Tebboune gilt vielen Algeriern als Vertreter der alten Elite.

Die Corona-Krise stoppte im vergangenen März die Proteste. Doch seit einigen Wochen haben die Kundgebungen wieder begonnen.

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