Musik verbindet. Und heiße Rhythmen bringen (fast) jeden zum Tanzen und zum Fröhlichsein. So ging es

Aus der Ricarda-Redaktion vom 05.07.2014

Musikprojekttag an der Ricarda


Nachlese und Impressionen zum Musikprojekttag “Afrika”






Hakuna matata? Von wegen! Das Projekt „Black and White“ bringt Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 7 und 9 die Probleme Afrikas auf musikalische Weise näher

Musik verbindet. Und heiße Rhythmen bringen (fast) jeden zum Tanzen und zum Fröhlichsein. So ging es auch am Vormittag in den Turnhallen und der Aula der Ricarda-Huch-Schule zu. Die afrikanisch-deutsche Gruppe „Black and White“ heizte den Schülern kräftig ein. Kaum einen hielt es auf dem Stuhl. Am Ende tanzten fast alle durch den Saal zu „Hakuna matata“ („alles kein Problem“) und waren schon mal positiv auf den bevorstehenden Projekttag eingestimmt. „Ohne afrikanische Rhythmen gäbe es keine moderne Musik“, sagte Wolfgang Lieberknecht, der einzige Weiße unter den ansonsten afrikanischen Musikern, die aus Ghana, Uganda, der Elfenbeinküste und dem Kongo stammen. Ohne Afrika gäbe es auch keine Handys und Autos, weil die Rohstoffe von dort kommen. „Afrika ist reich an Bodenschätzen. Trotzdem ist es der ärmste Kontinent, weil er von den Industriestaaten ausgeplündert wird“, umriss der Journalist und Ökonom die vielfältigen Probleme, unter denen Afrika zu leiden hat. Die Fakten, mit denen Lieberknecht dann die Schüler konfrontierte, sind erschreckend: Acht von zehn Afrikanern arbeiten für weniger als 1,50 Euro am Tag. Jede Stunde verhungern 300 Kinder. Deshalb müsse die Welt dringend verändert werden, appellierte der Projektleiter an die Schüler. In einer Demokratie müsse man durch eigenes Engagement dafür sorgen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Den Grund, warum dies größtenteils nicht passiert, sieht Lieberknecht darin, dass „die meisten keine Ahnung haben von Afrika“.

Um das zu ändern, reist die Gruppe „Back and White“ durch ganz Deutschland, besucht im Jahr um die 100 Schulen und wirbt für ihr Projekt. Dazu gehört auch der Versuch, Schulen in Deutschland und in Afrika miteinander in Verbindung zu bringen. Mit Internet und Skype ist das technisch kein Problem, wie Lieberknecht sagt, der mit Eunice aus Ghana verheiratet ist. Sie leitete anschließend den Tanzkurs. Weitere Angeboten waren Gesang, Gespräche und trommeln. Dazu hatte die Gruppe 80 Trommeln mitgebracht. Jedes „Unterrichtsfach“ wurde von jedem Schüler durchlaufen. Danach gab es noch eine fetzige Abschlussveranstaltung.

„Vielleicht haben wir es ja geschafft, einigen von Euch Afrika näher zu bringen“, hoffte Wolfgang Lieberknecht.


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