Mali schickt Bundeswehr zum Urlaub nach Gran Canaria: Kein Überflug für Militärflugzeug nach Niger

Mali: Bundeswehr-Maschine muss nach Gran Canaria abdrehen: In Militärkreisen war von einem Vorgang die Rede, den es so nie gegeben habe.

aus der Spiegel: Mit Flugverboten behindert die Militärjunta in Mali seit Tagen die Uno-Mission im Land. Jetzt verwehrte man einem Flugzeug der Bundeswehr spontan den Überflug. Der Einsatz in Westafrika wird immer fraglicher. Die Auseinandersetzungen zwischen der malischen Militärregierung und den im Land engagierten internationalen Truppen wird immer schärfer. Am Mittwochabend verweigerten die lokalen Behörden einem deutschen Militärtransporter vom Typ A400M mit 75 Soldaten den Überflug. Die Maschine, die in Wunstorf gestartet war, musste spontan nach Gran Canaria abdrehen. Eigentlich sollte der A400M in die Hauptstadt des Nachbarlands Niger fliegen.

In Militärkreisen war von einem Vorgang die Rede, den es so nie gegeben habe. Der Flug des A400M war von Deutschland vorab beantragt und genehmigt worden. Dass dem Flugzeug nun kurz vor dem Erreichen des malischen Luftraums der Weiterflug untersagt wurde, kann als Provokation verstanden werden. Der Eklat illustriert, wie fraglich der weitere Einsatz der Bundeswehr in Mali mittlerweile ist. Offenbar als eine Art Kampfansage an Frankreich hatte die Militärjunta unter Führung eines Obersts am vergangenen Donnerstag alle Flüge über Mali verboten, obwohl dort tausende internationale Soldaten bei der Uno-Mission »Minusma« stationiert sind. Das Verbot kann auch als Retourkutsche gegen von der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft »Ecowas« verhängten Sanktionen gegen Mali verstanden werden. Die Nachbarländer hatten Mali weitgehend isoliert, da das Regime geplante Neuwahlen auf unbestimmte Zeit verschoben hatten.

Mali: Bundeswehr-Maschine muss nach Gran Canaria abdrehen (msn.com)

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