LISE-MEITNER-GYMNASIUM FEIERT JUBILÄUM: Eine Siebtklässlerin: Sie lobte den Projekttag, wünschte sic

LISE-MEITNER-GYMNASIUM FEIERT JUBILÄUM

Statt Mathe ein Tag für Afrika




LMG

Fair gehandelten Café gibt es im Eine-Welt-Café der Schule. Die Einnahmen kommen unter anderem einer Partnerschule in Tansania zugute. BILD: RALF KRIEGER

Wiesdorf.Ausnahmezustand herrschte am Freitag am Lise-Meitner-Gymnasium. Mathe, Deutsch und Englisch fielen aus – und das aus gutem Grund. Auf dem Stundenplan aller Schüler stand einen Tag lang nur „Afrika“. Mit einem Projekttag feierte die Wiesdorfer Schule zwei Jubiläen: Seit 50 Jahren engagieren sich Lehrer, Schüler und Eltern für Menschen in der „Dritten Welt“. Und 25 Jahre ist es her, dass am Gymnasium der Eine-Welt-Kreis gegründet wurde.

In der Turnhalle lud Ivon Gizalahamba von der Musikgruppe „Black & White“ zum Trommelkursus. In der Demokratischen Republik Kongo arbeitete der 32-Jährige als Grundschullehrer. Doch der Krieg in seiner Heimat trieb ihn vor sieben Jahren zur Flucht nach Deutschland. Mit der Musikgruppe „Black & White“, der fünf afrikanische Kriegsflüchtlinge angehören, ist er regelmäßig an Schulen in ganz Deutschland zu Gast. „Aber die Leute wissen immer noch wenig über Afrika“, so Ivon.

Neben ausgelassener Fröhlichkeit im Trommel-, Sing- und Tanzkursus vermitteln die „Black & White“-Mitglieder deshalb auch Einblicke in das Leben auf dem Schwarzen Kontinent. Wolfgang Lieberknecht, Koordinator der Gruppe, präsentierte Bilder aus Afrika und Informationen zu den afrikanisch-europäischen Beziehungen. Er sprach über Hunger und Krankheiten, über Tod und Armut. Schülerin Elena Runke war beeindruckt. „Ich wusste schon viel über Afrika, aber manche Zahlen haben mich doch erschrocken“, sagte die Siebtklässlerin. Sie lobte den Projekttag, wünschte sich aber, dass auch mal im Unterricht über Afrika gesprochen wird.

Einen Tag lang aber beschäftigen sich alle Schüler auf verschiedene Weise mit Afrika . So machten die Jüngsten Ausflüge in den Kölner oder den Wuppertaler Zoo, um sich über Tiere aus Afrika zu informieren. Im Leistungskurs Pädagogik beschäftigten sich die Schüler mit Ritualen in Afrika, im Leistungskurs Biologie stand „Malaria und die Sichelzellenanämie“ auf dem Stundenplan.

Hanno Thiel und Paula Will, beide in der Stufe elf, backten einen Bananenkuchen. „Bei Bananen denkt man direkt an Afrika, deswegen haben wir uns für dieses Rezept entschieden“, erklärte Paula. Dass Afrika an ihrer Schule in den Fokus rücke liege wohl auch an der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, mutmaßte die 16-Jährige. Mitschüler Hanno lobte das Engagement seiner Schule für die „Dritte Welt“. Er esse „besonders gerne und mit einem guten Gefühl“ im Eine-Welt-Café der Schule: „Weil die Einnahmen gespendet werden.“

http://www.ksta.de/region/lise-meitner-gymnasium-feiert-jubilaeum-statt-mathe-ein-tag-fuer-afrika,15189102,12843218.html

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