Landschulheim Burg Nordeck: Das Geschirr auf den Tischen tanzte im Rhythmus der Trommeln

Afrika-Projekt in Nordeck

Allendorf/Lumda (bas).«Jambo, Jambo! Habari gani? Hakuna matata!« – was soviel heißt wie »Hallo! Wie geht es Euch? Alles Okay!« Mit diesen Worten in Suaheli, einer ostafrikanischen Sprache, begrüßte die afrikanisch-europäische Band »Black and White« die rund 100 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer und Erzieher des Landschulheims Burg Nordeck zum Projekt-Sonntag.




Die Schüler sangen und tanzten mit den Mitgliedern der Gruppe »Black & White«.	(Foto: bas)


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Die Schüler sangen und tanzten mit den Mitgliedern der Gruppe »Black & White«. (Foto: bas)

Das Geschirr auf den Tischen tanzte im Rhythmus der Trommeln, als »Black and White« mit mitreißenden Trommeleinlagen loslegte. Anschließend wurde der Saal zur Bühne mit Tanzplattform. Nun gaben die Musiker alles, was die afrikanische Lebensfreude ausmacht: Tanzen, Singen, Trommeln, Klatschen. Die Musikeinlagen mit traditionellen Tanzrhythmen aus Uganda animierten fast alle dazu, mit riesigem Spaß auf der Bühne mitzutanzen und zu singen.

Doch bei Bewegung und Klang blieb es nicht – der Projekttag bot auch Lehrreiches. Koordinator und Moderator Wolfgang Lieberknecht, einziger Deutscher der Gruppe, berichtete zwischen den Liedern vom afrikanischen Kontinent. Dann folgten für Workshops im Rotationsverfahren mit drei Schülergruppen – Tanzen, Singen und Trommeln in unterschiedlichen Schulhäusern des Internats.

Noch einmal lehrreich wurde es mit Lieberknechts Vortrag über europäisch-afrikanische Beziehungen. In einem Streifzug durch die afrikanische Geschichte, angefangen bei der Wiege der Menschheit, afrikanischen Königreichen über Sklavenhandel und die Kolonialzeit der Europäer bis hin zur Thematisierung heutiger Beziehungen von Europa zu Afrika gelang es ihm anschaulich, Schülern, Lehrern und Erziehern ein Bild von den komplizierten Wechselwirkungen deutlich zu machen. Schließlich brachten alle Akteure das Erlernte in einem Abschlusskonzert auf die Bühne. Gunhild Klöß-Vedder, Schul- und Internatsleiterin sowie Organisatorin des Projekt-Sonntags am LSH Burg Nordeck, möchte mit dem Auftritt von »Black and White« nicht nur zur Völkerverständigung beitragen und auf die so unterschiedlichen Lebensbedingungen auf der Welt aufmerksam machen, sondern auch die, im Unterricht bereits erarbeiteten, UN-Milleniumsentwicklungssziele unterstützen. Die Gruppe »Black and White« versteht sich als Völkerverständigungsgruppe, die Schulen besucht, um Schülern Afrika durch ihre Konzerte näher zu bringen. Die vier afrikanischen Musiker sind Kriegsflüchtlinge.

Die Schüler des Landschulheims wollen das Projekt mit einer Unterschriftenliste an Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützen. Wer mehr zur Gruppe wissen will, kann im Internet noch weitere Infos nachlesen unter der Adresse

www.blackandwhite-schwarzundweiss.de

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Allendorf-Lumda/Artikel,-Afrika-Projekt-in-Nordeck-_arid,206552_regid,1_puid,1_pageid,34.html

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