Jambo Bwana, Lauwasenschule in Balingen (Baden-Württemberg)! Ein Afrikaprojekt mit der Gruppe Blac


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Jambo Bwana,  Lauwasenschule in Balingen (Baden-Württemberg)!

Ein Afrikaprojekt mit der Gruppe Black & White bringt Menschen einander näher

„…uuund lächeln“, Daniel aus Ghana gibt auf seiner Djembe den Rhythmus vor.

“Alles okay bei euch?“ Anfangs konzentriert, dann zunehmend locker und entspannt trommeln die Schüler die Schläge nach. Man kann es deutlich hören: Es ist Afrikatag an der Lauwasenschule

Bereits seit Beginn des Schuljahres hatte sich vieles  um den afrikanischen Kontinent gedreht: Texte zum Thema, erdkundliche und politische Inhalte,  Gestalten von Masken und „Giraffen vor Sonnenuntergang“ im Kunstunterricht sowie der Bau von Spielobjekten aus Abfallmaterial im Werken bestimmten das Unterrichtsgeschehen.

Das Projekt mündete schließlich in einen Sponsorenlauf, bei dem einige Schüler bis zu vierzehn Kilometer weit liefen. Runde für Runde wuchs dabei die Spendensumme zugunsten der SOS- Kinderdörfer in Afrika. Zum Ausklang des Projekts, mit dem auch das Jubiläum

„50 Jahre Sonderschule in Balingen“ gefeiert wurde, saßen Eltern, Kinder und Lehrkräfte nachmittags bei Kaffee und Kuchen auf dem Schulhof zusammen.

Ausnahmslos alle waren sich einig:

Klares Highlight des Projekts war der Afrikatag an der Lauwasenschule gewesen, an dem die Schülerinnen und Schüler in vier Workshops den „schwarzen Kontinent“ erleben konnten.

Die Gruppe Black & White, vier afrikanische Musiker und ein „Afrikaner im Herzen“ waren

mit einem schwarzen Kleinbus voller Instrumente angereist. Eunice aus Ghana und Roger aus Uganda gelang es nach kürzester Zeit, auch die sonst sehr zurückhaltenden, coolen Jugendlichen aus den oberen Klassen zum Tanzen zu bringen.

Gabriel aus der Demokratischen Republik Kongo hatte afrikanische Lieder im Gepäck, die er mit den Kindern und Jugendliche so nachhaltig übte, dass sie noch lange im Schulhaus zu hören sein werden :…Jambo, jambo Bwana!

Ganz nebenbei erzählten die vier Musiker vom Alltag in Afrika, ihren Familien und ihre eigene Lebensgeschichte. Währenddessen zog Eunice kleine Tochter Rosa Luxemburg ohne Scheu zwischen den Schülern umher und lachte sich in deren Herzen.

Wolfgang Lieberknecht, der  Gründer der Gruppe, brachte in einem vierten Workshop die ernsten Themen des Kontinents zur Sprache. Er zeigte  in leicht verständlicher, aber sehr eindringlicher Sprache die Probleme der Menschen auf:

Dass Coltan, in jedem Handy unverzichtbar, im Kongo unter schlimmen Bedingungen, auch von Kindern, abgebaut wird.

Dass um die Rohstoffe Krieg geführt wird. Dass Schokolade im Supermarkt deshalb so billig sein kann, weil die Kakaobauern an der Elfenbeinküste täglich nur einen Euro verdienen. Dass der Schulbesuch in Afrika oft Geld kostet und ihn sich viele Familien nicht leisten können.

Lieberknecht erinnert leidenschaftlich an die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ von 1948, die allen Menschen auf der Welt dieselben Rechte garantiert.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, einem afrikanischen Menü, nutzte so mancher Schüler die Gelegenheit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen oder verschiedene Instrumente auszuprobieren.

In der Abschlussveranstaltung, zu der auch eine beachtliche Zahl interessierter Eltern und Großeltern kamen, machte Wolfgang Lieberknecht nochmals deutlich, dass jeder zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Afrika beitragen kann. Er forderte dazu auf, die neuen Medien zur Völkerverständigung zu nutzen. In diesem Sinne sangen alle zusammen: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Erde verändern.“

Anschließend gaben die Musiker, vielfach mit Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, einige mitreißende Kostproben afrikanischer Musik.


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Zu guter Letzt: Daniel aus Ghana verteilt jede Menge Trommeln, gibt Kommandos:

“eins“ –wumm“, „drei“ – wumm,wumm,wumm, „tausend“ – wwwwwwwummmmm……

Der Raum bebt –„uuund lächeln..“

http://www.blackandwhite-schwarzundweiss.de/

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