Afghanin zündet sich an: Ich will lieber sterben, als noch ein Kind in dem Camp zur Welt zu bringen

Menschenrechte in Europa, das andere Staaten wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert und seine Militärinterventionen damit begründet, in anderen Staaten - wie Afghanistan - die Menschenrechte durchsetzen zu wollen. Der Umgang mit den Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen - und auch Flüchtlingen aus Afghanistan - zeigt, dass des Europa dabei nicht um Menschenrechte gehen kann, denn sonst würde sie sie selbst einhalten. Für eine Verlängerung der Militärintervention in Afghanistan stellen Europas Politiker Millionen Euro aus unseren Steuern zur Verfügung. Das Land ist rohstoffreich und liegt an der Grenze von China. Für eine vernünftige Unterbringung von Flüchtlingen haben sie nicht das Geld, aber für noch mehr militärische Aufrüstung.


Spiegel: Griechische Staatsanwaltschaft will Geflüchtete wegen Brandstiftung belangen

Auf Lesbos hausen Tausende Flüchtlinge unter erbärmlichen Bedingungen. Nun gehen griechische Behörden gegen eine schwangere Frau vor, die das Leben im Camp nicht mehr aushielt und sich in Brand setzte.

Die Staatsanwaltschaft auf der griechischen Insel Lesbos geht strafrechtlich gegen eine hochschwangere Geflüchtete vor, die sich aus Verzweiflung in Brand gesteckt hatte.

Der Staatsanwaltschaft sagte die Afghanin nach SPIEGEL-Informationen, sie wolle lieber sterben, als noch ein Kind ins Camp zu bringen. Die hygienischen Bedingungen seien zu schlecht, überall liege Müll herum, es sei zu kalt.

Die Zustände im Lager sind desaströs. Auf Lesbos gingen in den vergangenen Monaten Hagel und Schneeregen nieder, Sturmböen fegten über die Insel. Im Lager staute sich das Wasser, Zelte versanken im Schlamm. Viele Bewohner klagen über psychische Probleme und leiden an komplexen Traumata, Hilfsorganisationen warnen vor dauerhaften Schäden und einer steigenden Zahl an Suizidversuchen.

Nach SPIEGEL-Informationen war der Afghanin und ihrer Familie internationaler Schutz gewährt worden. Offenbar sollte die Familie nach Deutschland ausgeflogen werden. Die Bundesrepublik hatte zugesagt, rund 1600 anerkannte Flüchtlinge mit ihren Familien von den griechischen Inseln aufzunehmen.

NGOs kritisieren seit Monaten, der Auswahlprozess für die Evakuierung von der Insel sei nicht transparent genug. Zudem sei nicht immer ausreichend psychologische Betreuung gewährleistet.

Griechische Staatsanwaltschaft will Geflüchtete wegen Brandstiftung belangen - DER SPIEGEL



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