Hauptattraktion war die afrikanische Musikgruppe Blackandwhite, die den Übergang vom Gottesdienst zu

Große Schuhe schon gut ausgefüllt

 Die Aufregung war ihm anzumerken. Immerhin galt der Gottesdienst am Sonntagnachmittag in der Finsterwalder Trinitatiskirche ihm. Michael Reinke wurde durch Pfarrer Markus Herrbruck offiziell in sein Amt als neuer Gemeindepädagoge eingeführt und hatte die Predigt zu halten. Er ist unter 23 Bewerbern als Nachfolger von Jugendwart Friedemann Müller, der seit dem vorigen Sommer in Schwerin tätig ist, ausgewählt worden. Nach dem feierlichen Gottesdienst wurde mit der afrikanischen Gruppe Blackandwhite an der Arche ein fröhliches Gemeindefest gefeiert.

Große Schuhe schon gut ausgefüllt

Am Sonntag feierte die Trinitatiskirchengemeinde ihr Gemeindefest an der Arche.Der neue Jugendwart Michael Reinke (M.) wird nach dem Gottesdienst von der Gemeinde und afrikanischen Klängen zum Gemeindezentrum Arche begleitet.Foto: Fotos: Jürgen Weser


«Fröhlich wollen wir zusammen sein» , hatte Pfarrer Herrbruck als Motto über den Tag gestellt, bevor Michael Reinke in seiner Predigt über den Sinn des Segens Gottes wünschte, dass Gottes Segen auch seine Arbeit begleiten möge. Gemeinsam mit Jana Nitschke und Jana Wenzlaff, zwei der aktivsten Mitglieder in der Gemeindejugendarbeit, hatte Pfarrer Herrbruck den feierlichen Akt der Amtseinführung vollzogen und Michael Reinke bestätigt, dass er die «großen Schuhe» , die sein Vorgänger hinterlassen hat, auf seine Art bereits gut ausfüllt und in kurzer Zeit viel Vertrauen erworben habe. Seit fast einhundert Tagen arbeitet Reinke bereits in der Gemeinde und konnte «schon viele Sympathien bei den Jugendlichen sammeln» . Der 1975 geborene Berliner, der in Friedrichsfelde und Kreuzberg seine christlich-geistlichen Wurzeln und Erfahrungen sieht, hat Gemeindepädagogik studiert, ein Vikariat absolviert und kannte die Finsterwalder Jugendarbeit bereits durch ein Praktikum vor zehn Jahren. Außerdem hat sich seine Frau im vergangenen Jahr beim Praktikum als Vikarin engagiert in die Gemeindearbeit eingebracht. Allerdings sind die Aufgaben als Gemeindepädagoge weiter gefasst als nur Jugendarbeit, macht die Urkunde über sein Arbeitsverhältnis deutlich. Die Arbeit von Friedemann Müller will er zunächst in bewährten Bahnen fortführen, um dann zunehmend eigene Akzente zu setzen, wie er betont. Das Programm für die Friedensdekade im November als Höhepunkt der Gemeindejugendarbeit «steht jedenfalls bereits» , versicherte Reinke. Nach dem Festgottesdienst nahm er entspannt mit etwa zweihundert Gästen am Gemeindefest teil, das von zahlreichen Helfern vorbereitet worden war und im Gelände an der Arche gefeiert wurde. Hauptattraktion war die afrikanische Musikgruppe Blackandwhite, die den Übergang vom Gottesdienst zum Fest begleitete und afrikanische Rhythmen erklingen ließ. Gemeinsam mit zahlreichen Gemeindemitgliedern zeigte die Gruppe unter Regie von Wolfgang Lieberknecht die Ergebnisse der Workshoparbeit vom Tag zuvor. Außerdem, so Lieberknecht im Gespräch, gehe es dem Black&White e. V., der hauptsächlich Mitglieder aus den Bürgerkriegsstaaten Kongo, Angola und Burundi habe, um politische Aufklärungsarbeit über den Kontinent Afrika. Der Verein stehe auch für die Arbeit mit Schulen zur Verfügung. Das Thema Armut in Afrika und damit der bevorstehende G 8-Gipfel war auch im Gottesdienst angesprochen worden. Morgen um 18 Uhr werden deshalb die Kirchenglocken läuten und wird die Kirche zur Anteilnahme für Afrika offen stehen.

Etliche Mitglieder der Kirchengemeinde und der Jugendarbeit, so Michael Reinke in seiner Predigt, mischen sich in dieser Woche unter die friedlichen Gipfelprotestierer in Heiligendamm, andere reisen zum Kirchentag nach Köln.

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