Guben: Das Pestalozzi-Gymnasium in Guben hat am Dienstag den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule m

Gubener Gymnasium ist jetzt „Schule ohne Rassismus“


GUBEN Das Pestalozzi-Gymnasium in Guben hat am Dienstag den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen bekommen. Wie viel Spaß ein Miteinander ohne Diskriminierung machen kann, zeigte die Musikgruppe „Black & White“.

Schule ohne Rassismus

Gemeinsam mit der Musikgruppe “Black & White” feierten die Gymnasiasten den neuen Titel ihrer Schule.Foto: Foto-Werner


Die afrikanischen und deutschen Musiker sangen und tanzten mit den Schülern auf dem Schulhof. „Hakuna Matata“, ein Spruch aus der afrikanischen Sprache Swahili und Liedzeile eines der Songs, wurde zum Motto des Tages. „Es gibt keine Probleme“, heißt es auf Deutsch.

Und tatsächlich wehte über der Titelverleihung die Hoffnung, dass gerade in einer Stadt wie Guben ein friedliches Miteinander möglich ist. Dass es geht, erleben Josephin Schmidt und Rosa Maria Rodriguez Despainge jeden Tag. Die Väter der beiden Siebtklässlerinnen kommen aus Kuba. Josephin: „An meiner früheren Schule bin ich immer mal wegen meiner Hautfarbe gehänselt worden. Aber hier am Gymnasium ist mir das noch nie passiert.“ Eine Freundin legt wie zur Bestätigung ihren Kopf auf Josephins Schulter. Die Mädchen finden es wichtig, dass ihre Schule jetzt diesen Titel trägt. Josephin: „Es geht ja nicht, dass Kinder dafür beschimpft werden, dass sie eine andere Hautfarbe haben.“

Wie sich jemand fühlt, der Angst haben muss, eben weil er eine andere Hautfarbe hat, das erfuhren die Schüler von TV-Moderatorin Mo Asumang („Liebe Sünde“). Sie hat den Film „Roots Germania“ gemacht, der zeigt, wie sie das Gespräch mit Neonazis gesucht und in Afrika nach ihren Wurzeln gefahndet hat.

Als die Schüler den Film in der „Fabrik“ gesehen hatten, gab es zwar einige Fragen – eine Diskussion wollte jedoch nicht so recht in Gang kommen. Mo Asumang weiß: „Das muss sich alles erstmal setzen.“ Miteinander zu reden, auch mit Neonazis, hält sie für das beste Mittel gegen Ausgrenzung. Mirjam Bendin aus der Zwölften, die sich mit um die Verleihung des Titels gekümmert hat, ist skeptisch: „Ich kann doch mit den Nazis kein Kaffeekränzchen veranstalten.“ Während sie eher die als Gefahr sieht, die schon nach rechts abgedriftet sind, findet es Mo Asumang wichtig, sich um die zu kümmern, die sich noch nicht für eine politische Richtung entschieden haben.

Von Birgit Funke, Landeskoordinatorin der „Schulen ohne Rassismus“ bei den Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendamt und Schule (RAA) in Brandenburg, nahm Schulleiterin Gerlinde Winter das Schild mit dem Titel entgegen. Es wird künftig am Hofeingang zur Schule hängen.

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