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»Black & White«-Initiative wirbt für eine gerechtere Welt



Kinder-Jugend-Tage: Afrikanische Lebensfreude in der Freistetter Stadthalle



07. März 2016








 Eine unglaubliche Energie entsteht, wenn über 70 Schüler trommeln und weitere 300 Leute gemeinsam dazu klatschen, wie am Donnerstag in der Stadthalle deutlich wurde.





 In der Abschlussveranstaltung der zwei Schulprojekttage der Initiative »Black & White« erlebten rund 400 Gäste am Donnerstagabend in der Stadthalle ein mitreißendes Programm, das die Stimmung und die Lebensfreude des afrikanischen Kontinents förmlich spürbar machte. Im Rahmen der Kinder-Jugend-Tage fanden zuvor der Workshop »Black & White« in allen Klassenstufen der Grund- und Werkrealschule sowie in den Klassen acht bis zehn der Realschule statt. Vermittelt wurde Wissenswertes über Afrika sowie ein lebensfrohes interkulturelles Zusammensein durch Workshops mit Singen, Trommeln und Tanzen. Nun präsentierten rund 200 Schüler das Ergebnis.




»Wer mittanzen will, kommt auf die Bühne«, begrüßte Wolfgang Lieberknecht, Koordinator der Initiative »Black & White«, die Gäste. Sofort kam Bewegung auf und alle Kinder strömten zur Bühne. Gesungen wurde »Hakuna Matata« (»Kein Problem«), ein rhythmischer Song in Kiswaheli.

Neue Lösungen gesucht

»Wir kommen nicht nur, um zu unterhalten, wir kommen mit einer ganz ernsten Absicht, denn wir müssen die Welt neu erfinden und brauchen ganz viele neue Lösungen, denn die alten werden unsere Kinder nicht mehr in die Zukunft führen«, erklärte Lieberknecht. Trotz der ernsten Absicht ging der rhythmische Abend ins Blut. »Afrikanische Musik ist voller Lebensfreude, ist ansteckend und vermittelt Gemeinschaft.« Der Höhepunkt wurde erreicht, als erst die Schüler in 70er-Gruppen mit Daniel Kwaku Sarpong trommelten und alle anderen dazu klatschten. Die Energie, die entstand, als 400 Menschen sangen, trommelten und tanzten, war riesig.

Bei den Workshops in der Schule wurden die Kinder und Jugendlichen nach einem 30-minütigen Auftaktkonzert in der Turnhalle in vier Gruppen aufgeteilt. In einem Workshop brachte Daniel Kwaku Sarpong, Musiker aus Ghana, den Schülern das Trommeln bei. Afrikanische Lieder lernten sie bei Gabriel Fundi, Ökonom aus der Demokratischen Republik Kongo. Getanzt wurde bei Roger Nsambu, KFZ-Mechaniker aus Uganda und Eunice Lieberknecht, Französischlehrerin aus Ghana. Wissenswertes über Afrika brachte Wolfgang Lieberknecht den Kindern und Eltern näher.

»Da wir wussten, dass wir dieses Jahr Flüchtlingskinder bekommen, haben wir den Afrikatag bereits im letzten Herbst geplant«, verriet Schulleiterin Brigitte Brodbeck. »Wir wollten sehen, wie offen unsere Freistetter Kinder gegenüber neuen Kulturen und fremden Menschen, die auch anders aussehen, sind«, erklärte sie. »In der Schule wurden die 17 neuen Flüchtlingskinder in den Klassen eins bis acht sehr nett aufgenommen«, sagte sie erfreut.

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