Französischer Soldat stirbt bei Angriff in Mali - Bundesverteidigungsministerin lehnt Rückzug ab

Attacke mit Granatwerfern: Ein Soldat der französischen Armee ist bei einem Angriff von Islamisten in Mali gestorben. Paris hat bereits angekündigt, seine Militärpräsenz in dem Land zu reduzieren. Frankreichs Regierung verringert seine Truppen. Obwohl nachweislich der europäische und US-Militäreinsatz das Land eher weiter destabilisiert hat, weil bei ihm viele unbeteiligte Zivilisten umgebracht werden, will SPD-Politikern Christine Lambrecht den Einsatz in Mali aus geopolitischen Gründen fortsetzen. Sie sollten den Soldaten zuhören, die traumatisiert aus den Auslandseinsätzen zurückkommen und nicht gehört werden.

Bei einem Granatwerferangriff auf ein Militärlager in Mali ist ein französischer Soldat gestorben.

Der Angriff auf das Camp der französischen Operation »Barkhane« in Gao habe sich am Samstagnachmittag ereignet. Eine Hubschrauberpatrouille sei beauftragt worden, die Terroristen, die die Attacke verantwortet hätten, zu »neutralisieren«.

Die frühere Kolonialmacht Frankreich ist in Westafrika massiv im Einsatz gegen Islamistenmilizen aktiv; Mali ist ein Schwerpunkt. Die Operation »Barkhane« umfasst bis zu 5100 Soldaten. Mit einer Neuausrichtung seiner Präsenz in der Region und dem Ende von »Barkhane« will Frankreich die Truppenstärke langfristig auf 2500 bis 3000 Kräfte reduzieren. Auch die Bundeswehr hat in Mali mehrere Hundert Soldaten stationiert.

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht lehnt einen Rückzug der Bundeswehr aus Mali ab. »Wir werden nicht weichen, so einfach machen wir es den Russen nicht«, sagte die SPD-Politikerin der »Welt am Sonntag«. »Moskau wird es nicht gelingen, über die Entsendung von Söldnern den Westen quasi automatisch überall dort zum Rückzug zu bewegen, wo Russland uns nicht sehen will.«

Die US-Armee sieht zudem die Präsenz von Kämpfern der berüchtigten russischen Söldnergruppe Wagner in Mali als erwiesen an.

Mali: Französischer Soldat bei Angriff von Terroristen getötet - DER SPIEGEL







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