Eine Welt ohne Krieg von und für uns "kleine Leute" selbst von Unten organisieren:"World beyond war"

Aktualisiert: Feb 13

In Wanfried haben wir im vergangenen Jahr einen Grundstein für die Internationale FriedensFabrik Wanfried gelegt und dazu einen Förderverein gebildet. Die FriedensFabrik hat sich als Chapter (örtliche Untergliederung) bei der Nicht-Regierungs-Organisation "World beyond war (WBW)" registriert. Über die Tätigkeit des Chapters hat die FriedensFabrik den folgenden Bericht erstellt.

Zunächst aber zu WBW:

In den Vereinigten Staaten haben Friedensaktivisten schon mehrere Jahre mit dem weltweiten Zusammenschluss für den Aufbau eines globalen Sicherheitssystems begonnen; mit ihm sollen alle Kriege beendet werden und dafür gesorgt werden, dass künftig alle Konflikte nur noch mit friedlichen Mitteln ausgetragen werden. Die Initiative nennt sich und ist über diesen Link zu erreichen World BEYOND War - World Beyond War . . ..

Das ist die grundlegende Friedenserklärung der Organisation, die inzwischen von Menschen in über 180 Staaten unterzeichnet worden ist:

"Ich verstehe, dass Kriege und Militarismus uns weniger sicher machen, anstatt uns zu schützen, dass sie Erwachsene, Kinder und Kleinkinder töten, verletzen und traumatisieren, die natürliche Umwelt schwer schädigen, die bürgerlichen Freiheiten untergraben und unsere Volkswirtschaften entleeren, Ressourcen aus lebensbejahenden Aktivitäten abschöpfen. Ich verpflichte mich, gewaltfreie Anstrengungen zu unternehmen und zu unterstützen, um alle Kriege und Kriegsvorbereitungen zu beenden und einen nachhaltigen und gerechten Frieden zu schaffen."

Und nun zum Jahresbericht der Internationalen FriedensFabrik Wanfried:

Friedensaktivisten starteten die FriedensFabrik Wanfried als Chapter von World beyond war nach ihrer Teilnahme an der WBW-Mitgliederversammlung 2019 in Irland.


NoWar2019 - World Beyond War . . .

2020 gründeten sie den Förderverein für die Friedensfabrik Wanfried als eingetragenen Verein. Der Verein hat diesen Namen gewählt, weil er in einem ehemaligen Fabrikgebäude in der Kleinstadt Wanfried ein regionale, überregionales und internationales Begegnungszentrum aufbauen will. Es soll Raum bieten für den Aufbau persönlicher Beziehungen von Friedensaktivisten und Raum für die Bildung von Multiplikatoren. Wanfried liegt mitten in Deutschland direkt an der früheren deutsch-deutschen Grenze. Bis 1989 standen sich hier Ost- und Westblock feindlich gegenüber.



(100) Imagefilm der Stadt Wanfried - YouTube

Dem neuen Verein sind als Beisitzer beigetreten Vertreter der beiden Friedensinitiativen aus der Region, dem Friedensforum Werra-Meißner und der Friedensinitiative Hersfeld-Rotenburg und Reiner Braun vom Internationalen Friedensbüro.

Die FriedensFabrik organisierte mit den regionalen Initiativen am Anti-Kriegstag im September in der Kreisstadt Eschwege einen Friedensmarsch.



Sie organisierte weiter mit den regionalen Friedensinitiativen öffentliche Protest-Kundgebungen vor der Verabschiedung des Bundeshaushaltes; der sah eine erneute Steigerung der Rüstungsausgaben vor; Deutschland ist damit das Land mit den prozentual höchsten Steigerung der Rüstungsausgaben. In fünf Orten des Kreises organisierten Friedensaktivsten Manifestationen; so etwas gab es seit vielen Jahren nicht mehr.



Der sozialdemokratische Bundestagabgeordnete des Kreises, Staatsminister Michael Roth, wurde in Briefen vergeblich aufgefordert, den Haushalt abzulehnen. Aber immerhin berichtete die lokale Presse darüber.

Die FriedensFabrik organisierte mit der Initiative Black and White (ein Verein für afrikanisch-europäische

Verständigung - Homepage | Black&White Wanfried| Für afrikanisch-europäische Verständ (initiative-blackandwhite.org)) in der FriedensFabrik eine Aktion Black lives matter auch in Afrika. Online zugeschaltet waren aus Ghana Mitglieder der Initiative Black and White Ghana (About IBWG - IBWG (initiativeblackandwhiteghana.org)) und des Jugendzentrums Syda (Sunyani youth and development Association Sunyani Youth Development Association – SYDA).




Die Musikgruppe Black&White spielte bei dem Black lives matter Treffen und in Vorträgen wurden die Militärinterventionen der Natoländer in Libyen und Westafrika kritisiert und die die Wirtschaft in Afrika blockierende Handelspolitik der europäischen Länder, angemahnt wurde ein Lieferkettengesetz, über das die deutschen Unternehmen verpflichtet werden sollen Menschenrechte und Umweltschutz bei ihren Zulieferern zu sichern. Bei einem weiteren Webinar zu den destabilisierenden Auswirkungen der europäischen Handelspolitik in Westafrika, stellte eine Doktorandin aus Deutschland die Ergebnisse ihrer Vor-Ort-Untersuchungen vor: Die Subventionen für Landwirte in Europa führen danach zur Verbilligung der Exporte und zur Verdrängung afrikanischer Bauern von den afrikanischen Märkten. Black lives matter Veranstaltung in Witzenhausen teil.



In Ghana gab es Befürchtungen, dass es im Zusammenhang mit den Wahlen im Dezember zu Gewalt kommen könnte. SYDA und die Initiative Black&White versuchten dem durch die Organisation eines Friedensmarsches entgegenzuwirken. Mitglieder der Friedensfabrik trugen zur Finanzierung der Aktion bei.

In mehreren gemeinsamen Webinaren mobilisierten die Initiativen gemeinsam für den Friedensmarsch, u.a. durch einen Vortrag des Liberianers, Matthew Davis, der vor dem Bürgerkrieg in seinem Land nach Ghana geflohen war, über die von ihm erlebten Schrecken des Krieges berichtete und warnte: Wir haben in Liberia erlebt, wie schnell man in einen Krieg hineinkommt, wie schwer es aber ist, dort wieder herauszukommen. Er organisiert seit vielen Jahren in der ghanaischen Hauptstadt Accra eine NGO, um Flüchtlingskindern einen Schulbesuch zu ermöglichen.


In mehreren gemeinsamen Webinaren mobilisierten die Initiativen gemeinsam für den Friedensmarsch, u.a. durch einen Vortrag eines Liberianers, der vor dem Bürgerkrieg in seinem Land nach Ghana geflohen war, über die von ihm erlebten Schrecken des Krieges berichtete und warnte: Wir haben in Liberia erlebt, wie schnell man in einen Krieg hineinkommt, wie schwer es aber ist, dort wieder herauszukommen. Er organisiert seit vielen Jahren in der ghanaischen Hauptstadt Accra eine NGO, um Flüchtlingskindern einen Schulbesuch zu ermöglichen. Matthew Cares Foundation International (MACFI) – Families Mentoring Families

Im Zusammenhang mit dem Friedensmarsch wurde den Notwendigkeit des Aufbaus nachhaltiger Friedensarbeit in Ghana diskutieren und der Aufbau eines Chapters von World beyond war. Dazu organisierte die FriedensFabrik Wanfried mit den Initiativen Black&White, SYDA und Greta von WBW mehrere Webinare. In einem stellte Vijay Metha (Home - Uniting for Peace) die Vorschläge aus seinem Buch „How not to go to war“ vor.


Über die Webinar haben sich inzwischen auch Verbindungen zu Friedensaktivisten nach Liberia entwickelt. In einem weiteren Webinar zur Kriegssituation in Westafrika stellte Fokus Sahel (Fokus Sahel) seine Arbeit vor, ein Netzwerk zur Unterstützung von Friedensaktivitäten in der Sahelregion. Die Friedensfabrik will ihre regionale Verankerung stärken aber auch die Kontakte in Afrika nutzen, die dortigen Friedensanstrengungen zu stärken. Sie sieht ein immer weiteres Aufgehen der Krieg-Terrorismus-mehr Kriegs-Falle: Die Zerstörung des libyschen Staates durch die NATO-Staaten hat in einem Domino-Effekt immer mehr Staaten in Westafrika destabilisiert: Die Gewalt ist von Libyen auf Mali übergesprungen und von dort inzwischen nach Burkina Faso und Niger.


Sie könnte nun auch die Küstenstaaten bedrohen, auch dort haben die meisten jungen Leute keine Perspektiven auf Arbeit und soziale Sicherheit und erleben viele staatliche Willkür. Die Antwort der westlichen Länder, der Einsatz von Militär, statt die Ursachen anzugehen, hat bisher zur Verschärfung der Lage und zur Ausbreitung von Gewalt beigetragen. Dies wird in der Weltöffentlichkeit verschwiegen, wie der Bericht des Norwegischen Flüchtlingsrates belegt:


The worlds most neglected displacement crises in 2019 (nrc.no)