Ein Tag im Zeichen des schwarzen Kontinents Grund- und Mittelschüler lernen Kultur, Geschichte und

Artikel vom 13. Februar 2012 16:02, 3 mal gelesen

Ein Tag im Zeichen des schwarzen Kontinents

Grund- und Mittelschüler lernen Kultur, Geschichte und Menschen Afrikas kennen



Völkerverständigung: Gabriel brachte den Schülern afrikanische Lieder und Tänze bei. (Foto: sb)

Völkerverständigung: Gabriel brachte den Schülern afrikanische Lieder und Tänze bei. (Foto: sb)

Von Bettina Schwarz Pfeffenhausen. Laute Trommelschläge sind aus der Turnhalle der Grund- und Mittelschule zu hören. In der kleinen Turnhalle wird getanzt, in einem anderen Raum werden Lieder gesungen. Beim Afrikatag am Freitag lernten Schüler und Eltern viel über die Kultur und die Menschen vom schwarzen Kontinent.

Im Rahmen des Projekttages an der Volksschule besuchten vier Afrikaner mit Koordinator Wolfgang Lieberknecht vom Verein “blackandwhite – schwarzundweiß” die Schüler. Eingeteilt in vier Gruppen lernten die 14 Klassen bei den verschiedenen Stationen Afrika kennen. Beim Sachvortrag über den Kontinent staunten die Schüler, als ihnen Lieberknecht zeigte, wie groß Afrika ist. Auch die vielfältige Flora und Fauna beeindruckte sie. Dass manche Tiere, beispielsweise Affen, auch Haustiere sein können, verblüffte die Schüler. “Ist das in Afrika?”, fragte der Koordinator und zeigte den Kindern ein Bild von einer Großstadt. “Nein”, waren sie sich einig, doch viele Städte wie Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo sind mit rund neun Millionen Einwohnern deutlich größer als deutsche Städte.

Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt auf dem Land, meistens ohne Wasser- und Stromanschluss. “Der größte Reichtum für die Afrikaner sind viele Kinder”, erklärte Lieberknecht. So werden in 40 Jahren gut zwei Milliarden Menschen auf dem Kontinent leben. Auch erfuhren die Kinder, dass Kakao, Tee, Kaffee und Blumen größtenteils aus Afrika kommen. Viele Probleme gebe es dagegen beim verschmutzten Trinkwasser. “Das ist nicht nur eklig, sondern auch lebensgefährlich.”

Daniel Sarpong hielt in der Turnhalle den Trommelworkshop ab. Der Ghanaer erklärte den Schülern, wie sie ihre Hände richtig halten und wo sie die Trommel berühren müssen. Trommeln ist sein Leben, teilweise ist er einen ganzen Monat mit seinen Kollegen unterwegs und unterrichtet an Schulen, in Kirchen oder Vereinen. “Es muss Spaß machen”, wusste Daniel, der seit zwei Jahren in Deutschland lebt.

Seine Kollegin Marina Konan brachte den Schülern afrikanische Tänze bei. “In Afrika wird sehr viel getanzt”, erzählte die Friseurin von der Elfenbeinküste. Aus demselben Land kommt Elisabeth Niamkey, die dort Straßenkinder unterrichtet. Zusammen mit Gabriel Fundi aus der Demokratischen Republik Kongo sangen sie mit den Kindern Lieder auf Suaheli. Die Schüler erfuhren, dass “Buana anakuita milele” “Der Herrgott ruft dich für immer” bedeutet und, dass das Lied bei Gottesdiensten in Uganda gesungen wird. Nach der kleinen Gesangsstunde zeigten die beiden Afrikaner den Kindern selbstgebasteltes Spielzeug. Elisabeth brachte ihr Publikum zum staunen, als sie eine schwere Plastikkiste sicher auf dem Kopf trug. Nach einem kleinen Abschlusskonzert fand für die Mittelschüler noch eine Diskussionsrunde statt.

Mehr zum Afrikatag lesen Sie im Rottenburger Anzeiger.

http://www.google.de/imgres?q=Elisabeth+Niamkey+Bilder&hl=de&sa=X&biw=1067&bih=502&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=l7ZTdZ-KFqFM6M:&imgrefurl=http://www.idowa.de/home/artikel/2012/02/13/ein-tag-im-zeichen-des-schwarzen-kontinents.html&docid=gjBWf1X8C-KLUM&itg=1&imgurl=http://www.idowa.de/visible/production/fast/0/2012/2/13/dwJOhY/215082/medium.jpg&w=200&h=153&ei=2mGbUJnDJojAswaO4oHQDA&zoom=1&iact=hc&vpx=844&vpy=12&dur=249&hovh=122&hovw=160&tx=117&ty=39&sig=115043599907588560383&page=3&tbnh=122&tbnw=141&start=27&ndsp=21&ved=1t:429,r:18,s:20,i:187

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