Der muslimische Afrikaner Salahi ist von den USA 14 Jahre unschuldig in Guantanomo inhaftiert worden

Im Jahr 2001 wurde Salahi aus seinem Haus in Mauretanien geholt und schließlich 14 Jahre lang ohne Anklage in Guantanamo Bay festgehalten. Während seiner Inhaftierung entwickelte er eine unwahrscheinliche Freundschaft mit einem amerikanischen Wächter, Steve Wood, der allmählich von seiner Unschuld überzeugt wurde. Ihre einzigartige Beziehung wird in My Brother es Keeper festgehalten, einem BAFTA-Dokumentations-Dokumentarfilm von Laurence Topham, der die Wiedervereinigung der beiden Männer in Mohamedous Heimatstadt Nouakchott in Mauretanien verfolgt.

Die US-Regierungen werfen anderen Ländern immer wieder die Verletzung der Menschenrechte vor; sie rechtfertigen ihre Kriege damit, dagegen vorgehen zu wollen.

Sollten sie da nicht bei sich anfangen und Menschenrechte nicht mehr verletzen? Sie erkennen internationale Gerichte nicht an und schützen sich so davor, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Und ihre Verbündeten, wie Deutschland, schweigen aus Eigeninteressen.

Hier sind die Menschenrechte, die Salahi zustanden wie jedem anderen Menschen auf der Welt. Wir erinnern: Einst waren die USA es, die sich zuerst lange für die Verabschiedung der Menschenrechtserklärung eingesetzt haben und sie dann nicht mehr verhindern konnten, weil die US-amerikanische Zivilgesellschaft (allen voran Eleonor Roosevelt) damals noch auf ihr bestanden hat. Solche Menschen gibt es auch heute in den USA. Mit ihnen können wir in und aus anderen Ländern, die für Menschenrechte eintreten zusammenarbeiten.


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(113) My Brother’s Keeper: a former Guantánamo detainee, his guard and their unlikely friendship - YouTube

Mohamedou Ould Salahi: A Guantánamo detainee’s fight for freedom | The Guardian Members

Aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die wir viel mehr bekanntmachen sollten und auf die wir uns berufen können. Sie wurden nur als gemeinsame Ideal verabschiedet, die von den Staaten eingehalten werden sollen; sie sind damit nur moralisch und nicht rechtlich verbindlich. Rechtlich verbildlich sind aber die beiden UN-Pakte, aus denen wir unten Auszüge zu diesem Fall bringen.

Artikel 9

Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10

Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Artikel 5

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 6

Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 8

Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte | Vereinte Nationen - Regionales Informationszentrum für Westeuropa (unric.org)

Artikel 9

(1) Jedermann hat ein Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit. Niemand darf willkürlich festgenommen oder in Haft gehalten werden. Niemand darf seiner Freiheit entzogen werden, es sei denn aus gesetzlich bestimmten Gründen und unter Beachtung des im Gesetz vorgeschriebenen Verfahrens.

(2) Jeder Festgenommene ist bei seiner Festnahme über die Gründe der Festnahme zu unterrichten, und die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen sind ihm unverzüglich mitzuteilen.

(3) Jeder, der unter dem Vorwurf einer strafbaren Handlung fest genommen worden ist oder in Haft gehalten wird, muss unverzüglich einem Richter oder einer anderen gesetzlich zur Ausübung richterlicher Funktionen ermächtigten Amtsperson vorgeführt werden und hat Anspruch auf ein Gerichtsverfahren innerhalb angemessener Frist oder auf Entlassung aus der Haft. Es darf nicht die allgemeine Regel sein, dass Personen, die eine gerichtliche Aburteilung erwarten, in Haft gehalten werden, doch kann die Freilassung davon abhängig gemacht werden, dass für das Erscheinen zur Hauptverhandlung oder zu jeder anderen Verfahrenshandlung und gegebenenfalls zur Vollstreckung des Urteils Sicherheit geleistet wird.

Artikel 7

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte | UN-Zivilpakt

Die Menschenrechtspakte - Geschichte Menschenrechte (geschichte-menschenrechte.de)


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