Der Klimawandel zerstört die Lebensgrundlagen von immer mehr Menschen in Afrika - und nicht nur da!

Wir brauchen dringlich für die Sicherung des Menschenrechts auf Leben eine neue globale Zusammenarbeit und müssen raus aus der Politik der Konfrontation, der Kriege und der Aufrüstung, die wesentlich zum Klimawandel beitragen! Wir brauchen eine Konzentration aller unserer Ressourcen auf den Stopp des Klimawandels.


Seit mehr als einem Jahr hoffen die Menschen im Osten Kenias auf Regen. Die Dürre trocknet sprichwörtlich ihre Lebensgrundlage aus und verursacht weitere Krisen. Die Folgen für die Hirten sind dramatisch.

Drei Regenzeiten sind in Loruko schon fast ganz ausgefallen, es hat seit mehr als einem Jahr kaum geregnet. Der Boden ist trocken, das Gras wächst nicht mehr. "Diese Dürre schmerzt uns, sie ist überall und so viele Tiere sind gestorben. Das Leben ist hart", sagt die Mutter von sechs Kindern.

Viele Hirten im Norden und Osten Kenias berichten, dass sie bis zu 70 Prozent ihrer Tiere schon verloren hätten, so wie Ntereiyan Lenkegen. Wenn sie kein Vieh mehr verkaufen können, haben sie nichts zum Leben. In einigen Städten sind die übrig gebliebenen Tiere so schwach, dass sie Not geschlachtet wurden. "Wir sind abhängig von ihnen", erklärt Lawrence Lekupes, der Dorfchef von Loruka: "Nur sehr wenige Menschen hier haben andere Arbeit. Die Kühe sind fast alle tot."

Zweieinhalb Millionen leiden unter Folgen der Dürre

In Kenia sind mehr als zweieinhalb Millionen Menschen von Dürre und Hunger betroffen, ihre Ernährungslage ist kritisch. Sie benötigen Hilfe. Lebensmittelspenden, wie an diesem Tag in Loruko - oder Geld, um Nahrung einkaufen zu können.

Und nicht nur Kenia leidet unter der Dürre: "In Somalia, Süd-Sudan und Äthiopien, besonders in den Regionen der Viehtreiber mit trockenen und halbtrockenen Gebieten, ist die Situation überall gleich", sagt Hassan Olow von der Hilfsorganisation Concern Worldwide. "Und immer mehr Menschen sind betroffen." Allein in Somalia sind es weitere drei Millionen.

Regenzyklus ist dauerhaft unterbrochen

Durch die steigenden Temperaturen ist der Regenzyklus dauerhaft unterbrochen, sagen Wissenschaftler. Die Folge: Die Frequenz der Dürren steigt. Und wenn es doch einmal regnet, dann reichen die Tropfen nicht, damit das Gras wächst. Oder der Regen prallt so heftig auf den Boden, dass er ihn einfach wegschwemmt. Es kommt zu Überflutungen.

"Die Veränderungen des Klimas nehmen zu und die führen zu mehr Krisen", sagt Kelvin Shingles von der Welthungerhilfe. Hintergrund sei der Klimawandel. Die Dörfer und Gemeinschaften könnten die immer wiederkehrenden Probleme immer schlechter bewältigen.

In den vergangenen Jahren seien dann noch andere Krisen hinzugekommen. "Die Dörfer kämpften gegen die Heuschreckenplage, dann gegen die Folgen der Covid-19-Pandemie", erklärt Shingles. "All diese Probleme haben die Widerstandsfähigkeit der Menschen massiv reduziert. Und jetzt kommt die Dürre oben drauf."

Es stirbt nicht nur das Vieh, auch Wildtiere verenden. In der Sabuli Wildlife Conservancy im Osten des Landes fanden sie in den vergangenen Monaten elf tote Giraffen. Auf der Suche nach Wasser kommen die Warzenschweine und andere Tiere immer näher an die Dörfer heran. Die Konflikte zwischen Mensch und Tier nehmen zu.

Und auch die Hirtengruppen untereinander kämpfen um immer weniger Ressourcen, um Weideland und den Zugang zu Wasser. Bewaffnete Konflikte nehmen zu. Viel Vieh bedeutete früher Reichtum, doch das gilt nicht mehr. Die Hirten kämpfen immer stärker darum, ihre Tiere am Leben zu halten.

Dürre in Afrika: Eine lebensbedrohliche Trockenheit | tagesschau.de





Globale Erwärmung – Wikipedia


mehr zum Zusammenhang der politischen Weltordnung und des Klimawandels: Ohne entschiedenen weltweite Zusammenarbeit zur Lösung der Klimakrise steuern wir ins Desaster (internationale-friedensfabrik-wanfried.org)

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