Angriffe von Milizen, Kämpfe mit der Armee: 36.000 Tote, 2 Mio. auf der Flucht, viele ohne Schule

NACH GEISELNAHME: Hunderte entführte Schülerinnen in Nigeria wieder frei

Fünf Tage lang wurden die Mädchen festgehalten, nachdem sie aus einem Internat entführt worden waren



Fünf Tage nach ihrer Entführung aus einem Internat im Nordosten Nigerias sind hunderte Schülerinnen wieder frei. Die Mädchen seien am Dienstag in der Früh freigelassen worden und bei guter Gesundheit, sagte der Gouverneur des Bundesstaats Zamfara, Bello Matawalle, der Nachrichtenagentur AFP. "Ich freue mich, berichten zu können, dass die Mädchen freigelassen wurden", sagte Matawalle.

Bewaffnete Angreifer hatten in der Nacht auf den vorigen Freitag das Mädcheninternat in Jangebe überfallen. Zunächst hatten die Behörden angegeben, dass 317 Schülerinnen verschleppt worden seien.

Seit Jahren mehren sich die Angriffe krimineller Banden im Norden und im Zentrum Nigerias. Die in Nigeria als "Banditen" bezeichneten Gangs entführen Menschen, um Lösegeld zu erpressen, und sind für Plünderungen und Vergewaltigungen verantwortlich. Bereits im Dezember waren mehr als 300 Buben einer Schule in Kankara im Teilstaat Katsina verschleppt worden. Sie kamen ebenfalls später wieder auf freien Fuß.

Die Banden handeln vornehmlich aus finanziellen Motiven und haben keine bekannten ideologischen Ausrichtungen.

Die Entführungen in den betroffenen Regionen führen nach Angaben der International Crisis Group (ICG) zu einer wachsenden Zahl von Kindern und darunter besonders Mädchen, die keine Schule besuchen können. Schon heute leben in den Regionen demnach die weltweit meisten Kinder ohne jede Schuldbildung.

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Wir denken im Westen, es gibt Frieden! In Wirklichkeit hat sich das Kriegsleid nach 1945 nur verlagert und konzentriert sich seither vor allem im globalen Süden. Menschen erfahren dort jetzt das selbe Kriegsleid wie im Zweiten Weltkrieg: Tod, Verstümmelungen, Verlust von Verwandten, Freunden, Verlust der Wohnungen, Bedrohung durch Bomben, Scharfschützen, Raketen, Feuer.

Der globale Norden ist in der Regel mit Geheimdiensten, Drohnen, Waffenlieferungen, Kriegsfinanzierung über Rohstoffankäufe, militärische Ausbildung, Zusammenarbeit mit Autokraten oder gar eigenen Soldaten beteiligt: Es handelt sich deshalb zumeist um internationalisierte Bürgerkriege, bei denen es um Gruppeninteressen im Land und globale Interesse geht. Um sie zu stoppen und auch im Süden Kriegsleid zu beenden, ist eine internationalisierte Friedensbewegung nötig. Wir wollen von der Initiative Black and White zu ihrem Aufbau beitragen; dazu sind aber viele Kräfte nötig. Interesse, mitzumachen? Wir bauen dazu dieses Forum und dieses Team auf, bei denen Du Dich registrieren kannst: Für Informations- und Meinungsaustausch: Black and White Foren | Black&White (initiative-blackandwhite.org)

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