AI: Rebellen, Armee und Söldner verüben in Moçambique Verbrechen: Viele Tote, 530 000 auf der Flucht

Wir denken im Westen, es gibt Frieden! In Wirklichkeit hat sich das Kriegsleid nach 1945 nur verlagert und ist in den globalen Süden gewandert, in der Regel mit Beteiligung des Nordens.

Amnesty International wirft Rebellengruppen, Sicherheitskräften und einem südafrikanischen Militärunternehmen Kriegsverbrechen in Moçambique vor. Vor allem in der nördlichen Provinz Cabo Delgado, wo ein grosses Vorkommen von Erdgas gefunden wurde, ist die Situation heikel. Alle drei seien für die Tötung von Hunderten von Menschen verantwortlich.


In der erdgasreichen Provinz Cabo Delgado im Norden des Landes töteten islamistische Rebellen seit 2017 Zivilisten und brannten Dörfer nieder. Doch bei der Verfolgung der Rebellengruppe hätten auch die mosambikanische Armee und die Polizei Gräueltaten wie aussergerichtliche Hinrichtungen, Vergewaltigungen und Folterungen von Zivilisten verübt.



Dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge hat die Gewalt mehr als 530 000 Menschen in die Flucht getrieben.

Im Kampf gegen die Rebellen beauftragte Moçambiques Regierung laut Amnesty das Militärunternehmen Dyck Advisory Group (DAG). Die Söldnertruppe habe mit Maschinengewehren aus Helikoptern gefeuert und wahllos Handgranaten in Menschenmengen geworfen, Krankenhäuser, Schulen und Wohnhäuser beschossen.

Amnesty: Kriegsverbrechen in Moçambique | NZZ

Wir denken im Westen, es gibt Frieden! In Wirklichkeit hat sich das Kriegsleid nach 1945 nur verlagert und konzentriert sich seither vor allem im globalen Süden. Menschen erfahren dort jetzt das selbe Kriegsleid wie im Zweiten Weltkrieg: Tod, Verstümmelungen, Verlust von Verwandten, Freunden, Verlust der Wohnungen, Bedrohung durch Bomben, Scharfschützen, Raketen, Feuer.

Der globale Norden ist in der Regel mit Geheimdiensten, Drohnen, Waffenlieferungen, Kriegsfinanzierung über Rohstoffankäufe, militärische Ausbildung, Zusammenarbeit mit Autokraten oder gar eigenen Soldaten beteiligt: Es handelt sich deshalb zumeist um internationalisierte Bürgerkriege, bei denen es um Gruppeninteressen im Land und globale Interesse geht. Um sie zu stoppen und auch im Süden Kriegsleid zu beenden, ist eine internationalisierte Friedensbewegung nötig. Wir wollen von der Initiative Black and White zu ihrem Aufbau beitragen; dazu sind aber viele Kräfte nötig. Interesse, mitzumachen? Wir bauen dazu dieses Forum und dieses Team auf, bei denen Du Dich registrieren kannst: Für Informations- und Meinungsaustausch: Black and White Foren | Black&White (initiative-blackandwhite.org)

Für nachhaltige Teamarbeit: Diskussionen - Frieden fördern in Afrika Team/Team to Promote Peace in Africa | Black and White (initiative-blackandwhite.org)

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