Afrikanische Lebensfreude und afrikanisches Leid: Beides steht hinter dem Gastspiel, dass vier kreat

Afrika hautnah: »Black and white« besucht Pohlheim


Pohlheim (agl). Afrikanische Lebensfreude und afrikanisches Leid: Beides steht hinter dem Gastspiel, dass vier kreative Menschen vom »schwarzen Kontinent« und ein Freund aus Deutschland am Donnerstag an der Limesschule in Watzenborn-Steinberg gaben.




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Daniel Sarpong trommelte mit den Grundschülern in Watzenborn-Steinberg. (Foto: agl)

»Black and white« bot verschiedene Workshops an, lud zudem zu Mitmachkonzert und Vorträgen ein. Heute kommt die Gruppe an die Holzheimer Regenbogenschule, die – wie auch die Institution in Watzenborn-Steinberg – einen musikalischen Schwerpunkt hat.

Angesichts der vielen begeisterten Kinder waren sich Rektorin Kirsten Henkel und Konrektorin Karin Brück-Böttcher am Vormittag an der Limesschule einig, dass so doch eigentlich jeder Schultag beginnen könnte: mit Schwung und der Betonung auf das Miteinander. Daniel Sarpong (Ghana), Marina Konan, Elisabeth NiamKey (beide Elfenbeinküste), Gabrielle Fundi (Kongo) sowie Wolfgang Lieberknecht aus Deutschland betonten in Liedern das Verbindende zwischen Christentum und Islam und bezogen die rund 300 Schüler von der Vorschul- bis zur vierten Klasse mit ein. Danach ging es in die Workshops, die alle Schüler nach und nach durchliefen. Immer im Zentrum: Afrika. Die Kinder tanzten, sangen und trommelten, zudem lauschten sie einem Vortrag über den Kontinent, der entwicklungsgeschichtlich für alle Menschen Herkunft bedeutet. Es ging unter anderem um Armut, Klimawandel, den Zusammenhalt in der Familie, Gesundheitswesen und Kindersoldaten.

»Programm ist friedensstiftend«

»Black and white« möchte extreme Armut und Hunger bekämpfen, setzt sich für Bildung, Stärkung der Frauenrechte, bessere Gesundheitsfürsorge für Frauen, AIDS- und Malaria-Bekämpfung ein, engagiert sich für die Natur und strebt eine globale Partnerschaft für die Entwicklung an. Wie Lieberknecht erläuterte, gehe es um Vernetzung, darum, für Probleme und Leid zu sensibilisieren, um die Forderung, die universellen Menschenrechte auch umzusetzen.

»Wir sind eine Schule mit vielen ethnischen Gruppen«, sagte Rektorin Henkel, und einige Kinder oder deren Eltern kommen aus Afrika. Als »friedensstiftende Maßnahme« für unterschiedliche Nationalitäten und Religionen bewertete Musik-Koordinatorin Almuth Lipke-Wagenbach den Besuch von »Black and white«. »Wir haben die Hoffnung, mit der Gruppe eine Verbindung von Schülern, Lehrern und Eltern herzustellen.« Konrektorin Brück-Böttcher: »Musik und Bewegung sind der verbindende Weg.« Zum Organisationsteam an der Limesschule zählte auch Paula Keil. In dem Vortrag erfuhren die Kinder Wissenswertes über Afrika, seine Kulturen und Probleme. Nachmittags konnten Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam in Workshops Rasta-Zöpfe flechten oder trommeln. Am Abend präsentierten die Kinder bei einem Mitmach-Konzert in der Volkshalle, was sie vormittags gelernt hatten, und im Anschluss daran hielt die Gruppe »Black and white« einen Vortrag für die Eltern.

Heute Vormittag wird die Gruppe den Kindern der Regenbogenschule in Holzheim afrikanische Tänze, Lieder, Trommelrhythmen und den Kontinent Afrika näherbringen. Das vom Förderverein der Regenbogenschule gesponserte Mitmachkonzert ist in das Schulfest integriert, das um 15.30 Uhr in der HSG-Turnhalle beginnt.

Schulleiterin Heidi Fischer freute sich am Donnerstag auf den heutigen Besuch. Menschen aus Afrika könnten mit ihrer Musik die Kinder sehr mitreißen. Außerdem sei esi wichtig, dass die Schulgemeinde etwas unternehme und dass alle aufgefordert seien mitzumachen.

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