Afrika-Projekttag in Herbstein: Für “Eine Welt, die für alle funktioniert und ohne Krieg“ und

Afrika-Projekttag in Herbstein

Die Herbsteiner Freiherr-vom-Stein-Schule unterhält seit vielen Jahren kooperative Aktivitäten mit der benachbarten Helmut-von-Bracken-Schule. Jüngstes Beispiel eines schulischen Zusammenseins war jetzt der Projekttag „Afrika – Eine Welt“ in den Räumen der Grundschule und Turnhalle, wo für Frieden getrommelt, gesungen, getanzt und unter der Botschaft „Eine Welt, die für alle funktioniert und ohne Krieg“ informiert wurde.

Schulen Projekttag

Der Verein „Initiative Black & White“ aus dem nordhessischen Wanfried setzt sich nicht nur ein für ein Gebot des Friedens im Grundgesetz und in der Menschenrechtserklärung ein. Bei einem solchen Schulprojekt für Frieden ermutigen die Mitglieder der Initiative die Schülerinnen und Schüler dazu, mit viel Lebensfreude und Ernsthaftigkeit daran zu gehen. Mit einer Kombination aus Musik, Mit-Trommeln, Tanzen, Singen, PowerPoint-Vorträgen und persönlichen Begegnungen mit Menschen verschiedener Hautfarbe, Religion und Nationalitäten vermitteln die Gäste eine anschauliche Botschaft: „Frieden können wir nur gemeinsam mit den Menschen in anderen Ländern erreichen. Damit wollen wir das Vertrauen ineinander stärken“, so die Aussage der aus sechs Mitgliedern bestehenden Gruppe mit Projektleiter Wolfgang Lieberknecht an der Spitze.



In der Gruppe „Black White“ sind Menschen aus ganz Europa sowie mehreren afrikanischen Ländern gemeinsam unterwegs, sie sind auf Tour für den gemeinnützigen Verein, der sich stark macht für eine Welt, die ihre Konflikte nur noch mit friedlichen Mitteln löst.

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Die Klassen beider Schulen waren nach einem kleinen Konzert zur Einstimmung abwechselnd in vier Workshops eingeteilt, in denen das Leben in Afrika und „was wir damit zu tun haben“ aufgezeichnet wurde. Es wurde auf die verschiedensten Kulturen der dortigen Menschen und das hingewiesen, was sie benötigen.

Deutlich gemacht wurde zunächst in der Turnhalle, dass das Trommeln in Afrika eine große Bedeutung hat. „Wenn die Trommeln zusammenrufen, dann wird eine Gemeinschaft gebildet“, so wie es die aufmerksamen Schülerinnen- und Schüler auch vermittelt bekamen. Dabei war von Beginn an eine große Begeisterung sichtbar und die Elemente des Rhythmus sich unter Anleitung von Jak Woanja anzueignen.



Tänze sind in Afrika – der Kontinent weist nicht weniger als 53 Länder auf – eng verwurzelt im Alltagsbewusstsein der dortigen Bewohner. Da gibt es je nach Region ganz verschiedenen Tänze, so unter anderem auch den sogenannten „Gummistiefel-Tanz“, ein moderner, authentischer Tanz aus dem 19. Jahrhundert, den Winini Ngueya den Kindern näher brachte. Einst trugen die Arbeiter in den Goldminen Südafrikas Gummistiefel zum Schutz vor Hautkrankheiten im verseuchten Wasser. Unter Trommel- und Musikbegleitung waren auch hier die zahlreichen Jungen und Mädchen mit großem Eifer dabei.

Beim gemeinsamen Singen kam nicht nur die ganze Bandbreite afrikanischer Chormusik zum Ausdruck, auch wurde deutlich gemacht, dass die Musik mit der afrikanischen Kultur eng verbunden ist. So wurden beispielsweise von Gabriel Funde Lieder vorgestellt, die für spezielle Zeremonien, aber auch für Feste und besondere Ereignisse gedacht sind. Auch hierbei sangen die Schülerinnen und Schüler kräftig mit, es war eine Freude, das gesangsfreudige Engagement festzustellen, so der „Chorleiter“.

Der aus Ghana stammende Politikwissenschaftler Dr. Emanuel Ametepeh und Wolfgang Lieberknecht fanden bei ihren Vorträgen und der Power-Präsentation mit Bildern aus Afrika und Basisinfos reichlich Gelegenheit, sich über Bildungsmöglichkeiten, für bessere Lebensbedingungen oder auch mit gerechten afrikanisch-europäischen Beziehungen auseinanderzusetzen. „Was haben wir mit dem Leben in Afrika zu tun?“, auch mit dieser Frage wurden die Schülerinnen- und Schüler konfrontiert.

Beim gemeinsamen Mitmachkonzert in der Aula standen dann nochmals Tänze und Gesang im Vordergrund. Projektleiter Lieberknecht freute sich besonders über die engagierten jungen Projektteilnehmer und bat darum, sich weiter für ein friedliches Miteinander einzusetzen. Die Musikgruppe um Eunice Lieberknecht begeisterte ein ums andere Mal, unter anderem mit dem kenianischen „Jambo Bwande“ und erinnerte beim gemeinsamen Singen an das Lied „Sag mir wo die Blumen sind“.






Von hgh

https://www.lauterbacher-anzeiger.de/lokales/vogelsbergkreis/herbstein/afrika-projekttag-in-herbstein_20834166

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